Drehbuch

Was heißt hier eigentlich QualitĂ€t?

Der Film ist eines der vielseitigsten Kunstformen die unsere moderne Gesellschaft zu bieten hat. Er kann verschiedenste Themen behandeln, unterschiedliche Genres als Vehikel der ErzĂ€hlung nutzen, farbenfroh oder entsĂ€ttigt gestaltet sein oder Geschichten in Kurz- oder Langform prĂ€sentieren. So vielseitig, wie das Medium selbst, sind auch die Zuschauer*innen und deren Rezeption. So kann Person A den Humor des Films zugewandt sein und in LachkrĂ€mpfe ausbrechen und Person B daneben den Kopf schĂŒtteln und der Geschichte nichts abgewinnen. Da macht sich schnell die Frage breit, was eigentlich QualitĂ€t im Film heißt? – Ist es die noch nie dagewesene Art zu erzĂ€hlen? – Die AktualitĂ€t der Themen? – Das „Look & Feel“ des Formates? – Und was brauchen wir in der Filmbranche um diesem Anspruch nachzukommen?

Fernsehfilm
Foto: Fernsehfilmjury Televisionale Baden Baden ©Sophie SchĂŒler

QualitÀt im deutschsprachigen Fernsehfilm

Der heutige Talk beschĂ€ftigt sich mit dem Thema der QualitĂ€t des deutschen Fernsehfilms. Mit unseren GĂ€sten Regisseur Dominik Graf, Regisseurin Susanne Heinrich und Filmwissenschaftlerin Lisa Gotto reden wir ĂŒber die Herausforderung des deutschen Fernsehfilms und darĂŒber, was eigentlich QualitĂ€t heißen kann.

Diese Folge entstand, wie die Folge 138 zum Thema „QualitĂ€t in der deutschsprachigen Serie“ in Kooperation mit dem Fernsehfestival „Televisionale Baden Baden“ der Deutschen Akademie der darstellenden KĂŒnste. Das Festival lĂ€dt neben den Filmen zu offenen Jurydiskussionen mit den Filmschaffenden ein und setzt das Thema QualitĂ€t in Film & Serie in den Mittelpunkt des Programms. Mehr Informationen zur Televisionale und den Filmen, die wir in dieser Folge besprochen haben, findet ihr auf deren Webseite – LINK

Unsere GĂ€ste

Dominik Graf
Regisseur
IMDB – LINK

Susanne Heinrich
Regisseurin | Autorin
Webseite – LINK

Prof. Lisa Gotto
Professorin fĂŒr Filmtheorie
UniversitĂ€t Wien – LINK

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Podcast
1:40 STUNDEN
1. Dezember 2022

Schlechtes Image: Die immer wieder gleiche Phrase

„Das Image deutscher Filme und Serien ist antiquiert. Denn es gibt diese Perlen. Und wir haben Talente.“

Urs Spörri

„FĂŒr eine deutsche Serie, ganz okay.“ Wir alle kennen diesen Satz. Viel zu hĂ€ufig wird verschmĂ€ht oder gar nicht erst gesehen, welche aufwendigen und gut durchdachten Serien der deutschsprachige Markt zu bieten hat. Aber woran liegt das? Fehlen uns mutige Konzepte die es zu sehen lohnt? Liegt es daran, dass innovativen Formaten kein langfristiges Vertrauen geschenkt wird und diese in Mediatheken oder auf spĂ€ten SendeplĂ€tzen „versendet“ werden? Fehlt den Formaten die ReprĂ€sentanz der Gesellschaft oder liegt das Problem an der Haltung der Zuschauer*innen, die ĂŒber die Zeit unrĂŒttelbar manifestiert wurde? Eine antiquierte Haltung, findet Urs Spörri, kĂŒnstlerischer Leiter der TeleVisionale Baden-Baden. Aber was tun?

QualitÀt in Serie: Was der deutschsprachige Raum zu bieten hat!

Welche Perlen und Talente es aber dennoch gibt und wie sich der Serienmarkt verĂ€ndert, zeigt uns die TeleVisionale in Baden-Baden. Die Stadt rollt den roten Teppich aus und lĂ€dt ein zu offenen Jurydiskussionen und setzt das Thema „Was ist QualitĂ€t?“ in den Mittelpunkt des Festivals. Vom 21. – 25.11.2022 fand die TeleVisionale in den Hallen des Kurhauses Baden-Baden statt. An fĂŒnf Tagen liefen zu den offenen Diskussionen insgesamt zehn Fernsehfilme und sechs verschiedene Serien. Als eines der ersten Festivals, wirft die TeleVisionale ihren Blick auf das serielle ErzĂ€hlen im deutschen Fernsehen. Zu Gast sind nicht nur Sender wie die ARD oder das ZDF, sondern auch Streamingplattformen, wie Sky, Amazon oder Netflix.

TeleVisionale im Kurhaus Baden-Baden
Foto: Publikum bei öffentlicher Jurydiskussion im Serienwettbewerb © Sophie SchĂŒler

Das Geheimnis: QualitÀt produzieren und halten

In dieser Folge haben wir euch ein Mosaik aus verschiedenen Stimmen der TeleVisionale zusammengestellt. Mit unseren GĂ€sten aus den Bereichen Produktion, Regie, Festivalkuration und Drehbuch ergrĂŒnden wir die spannende Frage, was eigentlich QualitĂ€t in der Serienlandschaft bedeutet und mit welchen Mitteln wir unseren QualitĂ€tsanspruch in den nĂ€chsten Jahren nachkommen wollen. Was braucht eine Serie, um qualitativ hochwertig zu sein? Zeit, Geld, Vertrauen, Mut zu ĂŒberraschen, alte Muster brechen, weg von der alten Formatierung. Unsere GĂ€ste haben vielfĂ€ltige Antworten und geben uns einen tieferen Einblick in ihre Arbeit und ihre Erfahrungen. Wir finden, wenn diese geballte Kraft an einem Ort wie Baden-Baden zusammenkommt und sich die Verbindung und der offene Austausch auch nachhaltig noch bewahrt, steht einer qualitativ-hochwertigen Serienszene der Superlative nichts im Wege. Wir sind gespannt!

Unsere GĂ€ste (In Reihenfolge ihres Auftritts)

Urs Spörri
KĂŒnstlerische Leitung | TeleVisionale Baden-Baden
TeleVisionale – LINK
Webseite – LINK

Julia Fidel
Beratend fĂŒr den Serienpreis TeleVisionale | Choreographin BABYLON BERLIN | Head of Berlinale Series
Berlinale Series – LINK
Crew United – LINK

Quirin Schmidt
Executive Producer | DER PASS, HAUSEN | Sky
Crew United – LINK

Jan Georg SchĂŒtte
Regisseur, Autor | DAS BEGRÄBNIS | ARD Degeto
Crew United – LINK
Webseite – LINK

Martin Behnke
Drehbuchautor | MUNICH GAMES, DARK | Sky
Crew United – LINK
Homebase (Agentur) – LINK

Michal Aviram
Drehbuchautorin | MUNICH GAMES
Crew United – LINK

Julia von Heinz
Regisseurin | ELDORADO KADEWE | ARD Degeto, rbb
Professorin, Leitung des Studiengangs Regie Kino- und Fernsehfilm der HFF MĂŒnchen – LINK
Crew United – LINK
Players (Agentur) – LINK

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Kollektiv, Ko-Prozesse, Kollaboration, Kooperation, Ko-Kreation

Arbeiten im Team – Zusammenarbeit kennt viele unterschiedliche Formen und Bezeichnungen. Neben der wohl bekanntest Art, der Kooperation, gibt es verschiedenen Möglichkeiten, die eigenen FĂ€higkeiten mit anderen zu verbinden, um gemeinsam ein Projekt zu realisieren. Schnell kommt die Frage auf: „Ist die Arbeit beim Film nicht per se eine Teamarbeit? Also eine Arbeit, die in kleinen Kollektiven, in den verschiedenen Gewerken oder Departments stattfindet?“ Jein. Es kommt eben ganz darauf an, wie die Teamarbeit vonstattengeht. Sind alle gleichermaßen am Prozess beteiligt? Gibt es flache Hierarchien? Gibt es eine*n EntscheidungstrĂ€ger*in? Eine autoritĂ€re Kraft? Gibt es einen Auftrag, dem es zu folgen gilt? Dies setzt nicht außer Kraft, dass es keine konventionelle Arbeitsverteilung geben darf und jede*r alles machen soll. Viel mehr geht es darum, die StĂ€rken der Einzelnen sichtbar zumachen und bestmöglich im Projekt einzusetzen. Dies geht nur mit guter Kommunikation und einer großen Portion WertschĂ€tzung.

Open Mind Set: Die innere Haltung zÀhlt

Es gibt unterschiedlichen Formen des kollaborativen Arbeitens. Schon ein Team aus zwei Personen kann per Definition ein Kollektiv sein. Wichtig ist, wie sie miteinander arbeiten. Wie wird die FĂŒhrung gehandhabt? Wie wird miteinander kommuniziert? Es ist stets eine große Herausforderung, ob im kleinen oder großen Team multiperspektivisch zu arbeiten, die verschiedene Ideen, Gedanken, Stimmen und Meinungen zusammenzufĂŒhren. Wie können Arbeitsprozesse wie der Filmschnitt oder die RegiefĂŒhrung im Duo neu strukturiert werden? Was braucht es, um gemeinsam als Doppelspitze oder im grĂ¶ĂŸeren Team, wie beispielsweise in einem Writersroom, kollektiv zu arbeiten? In erster Linie Zeit und die Muße der Person gegenĂŒber zu vertrauen.

Egal ob vor oder hinter der Kamera, Teamwork bereichert die QualitÀt der Arbeit.
Teamarbeit vor und hinter der Kamera – Ein Vorteil fĂŒr alle!

Multiperspektivische Team: Vielschichtig und Krisensicher

Doch das Ergebnis lohnt sich. Gerade bei der Entwicklung der DrehbĂŒcher kann sich ein gut eingespielter Writersroom positiv auf die Entwicklung vielfĂ€ltiger Figuren und einem clever gespickten Storytelling wirken. Auch bei der Umsetzung am Set kann ein fest verknĂŒpftes Regisseur*innen-Duo Herausforderungen gemeinsam besser angehen und der Druck der Entscheidungen lastet somit nicht auf einzelnen Schultern. Diese Form der Entscheidungsverteilung bringt Ruhe und Sicherheit in die einzelnen Departments.

Zudem sind nachweislich diverse Teams krisensicherer. Durch die verschiedenen Erfahrungswerte können bestehende LĂŒcken eher abgedeckt werden. NatĂŒrlich benötig der Aufbau Zeit und vor allem gute Kommunikationsstrukturen und Strategien, um dialogisch im Team arbeiten zu können. Aber auf lange Sicht gesehen lohnt sich die MĂŒhe. FĂŒr die jeweiligen Teams und die Filme, die dabei entstehen.

Trends im Indiefilmtalk-Kosmos

In einem Team auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten ist gerade im Filmbereich noch keine SelbstverstĂ€ndlichkeit, aber ein Trend, den wir schon bei vielen Projekten beobachten durften. In den letzten Jahren sind uns immer wieder besondere Formen der Zusammenarbeit begegnet. Daher nutzen wir die Chancen und platzieren in der heutigen Folge kleine Ausschnitte von Filmschaffenden, die in ganz unterschiedlichen Arten ĂŒber ihre ganz individuelle Zusammenarbeit sprechen. Spoiler: Doppelspitzen in Regie, Drehbuch oder auch im Filmschnitt sind vielleicht ein neuer Trend, um Verantwortung fĂŒr Projekte gemeinsam zu ĂŒbernehmen. Oder was meint ihr? Welche Formen der kollektiven Arbeit sind euch im Filmbereich schon begegnet?

Ihr kennt noch weitere Formen der Zusammenarbeit in Departments die hier noch nicht genannt wurden? Meldet euch bei uns: comment@indiefilmtalk.de

Foto: v.l.n.r.: Track 15, Filmstill aus DRUCK, Anne JĂŒnemann und Carlotta Kittel, Filmstill aus LOVECUT.
Foto: v.l.n.r.: Track 15, Filmstill aus DRUCK, Anne JĂŒnemann und Carlotta Kittel, Filmstill aus LOVECUT.

Über folgende Episode haben wir gesprochen:

#09 Livetalk MSD | DRUCK: Crossmediales Storytelling
#81 | Filmmusik: Arbeit im Kollektiv und der Weg zur guten Filmmusik
#92 | Filmeditor*innen: Montieren im Team
#101 | LOVECUT: Ein starkes Duo

Mediathek-Tipp

unicato – Das Kurzfilmmagazin „Kollektive KreativitĂ€t“

„Wir“ Menschen leben zusammen, arbeiten zusammen, feiern zusammen, Schauen Filme zusammen. Auch hinter der Kamera entstehen diese Filme zusammen. Doch was ist es, das uns zusammenhĂ€lt?

unicato beleuchtet im November die Zusammenarbeit im Kurzfilm. Ob als Team, Allianz oder eben KĂŒnstlerkollektiv.

Moderator Markus Kavka spricht mit:
Theaterwissenschaftlerin und Moderatorin des Indiefilmtalk Podcast Susanne Braun, den Filmschaffenden der Gruppe Auge Altona aus Hamburg, dem Kollektiv werkgruppe2 undden AnimationskĂŒnstler:innen von Studio Torp.

Zu sehen ist „Kollektive KreativitĂ€t“ online in der ARD Mediathek und am 9./10. November, 0:25 Uhr im MDR Fernsehen.

Podcast
1 STUNDE
13. Oktober 2022

Der sogenannte „Streamingboom“ hat in den letzten Jahren einiges an unseren Sehgewohnheiten verĂ€ndert. Neben der Art, wie wir audio-visuelle Geschichten rezipieren, verĂ€nderte sich auch in den letzten Jahren die Art der erfolgreichen GeschichtenerzĂ€hlung. Durch den Boom der Serien haben horizontal, ĂŒber mehrere Stunden erstreckende Geschichten eine Hochkonjunktur. RegelmĂ€ĂŸig werden in diesen Formaten neue Storykonventionen ausprobiert. Dies rĂŒckt die Drehbuchentwicklung und die Teamarbeit immer weiter in den Fokus.

Die Kunst der Drehbuchentwicklung
©Pexels

In unserer heutigen Folge beschĂ€ftigen wir uns mit dem Wandel der Narration im Film und in der Serie. Mit unserem Gast Drehbuchautor und Dramaturg Oliver SchĂŒtte, schauen wir uns an, wie heutzutage eine erfolgreiche Stoffentwicklung gelingen kann und wie kollaborative Teamarbeit im und außerhalb des Writersrooms zur Professionalisierung der Drehbuchentwicklung fĂŒhrt.

Die Kunst der Drehbuchentwicklung

Neben der Arbeit als Dramaturg und Drehbuchautor hat Oliver SchĂŒtte mehrere spannende Werke ĂŒber das Drehbuchschreiben und das Drehbuchverstehen geschrieben und herausgebracht. Sein aktuelles Werk „Die Kunst der Drehbuchentwicklung – Über die Zukunft des GeschichtenerzĂ€hlens“, können wir jedem empfehlen, der sich nochmal vertieft mit der Thematik des Drehbuchschreibens und der aktuellen Stoffentwicklung beschĂ€ftigen möchte. Erschienen ist das Buch im erschien im „Herbert von Halem Verlag“ – LINK

Gewinnspiel zur Folge

In dieser Folge können zwei Zuhörer*innen das neue Buch von Oliver SchĂŒtte „Die Kunst der Drehbuchentwicklung – Über die Zukunft des GeschichtenerzĂ€hlens“ gewinnen. Die Frage die bei diesem Gewinnspiel zu beantworten ist lautet: „Wie heißt das erste Buch ĂŒber das Drehbuchlesen von Oliver SchĂŒtte?“ Die Antwort findet ihr in der Folge. Schickt eure Antwort bis zum 30.10.2022 mit dem Betreff: „Drehbuch“ an unsere E-Mailadresse: comment@indiefilmtalk.de

Unser Gast

Oliver SchĂŒtte
Dramaturg / Drehbuchautor
Webseite – LINK
Weitere Buchveröffentlichungen – LINK

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Podcast
1:05 STUNDEN
18. November 2021

Kinder- und Jugendfilme sind eine wichtige SĂ€ule unseres weltweiten Kinomarkts. Sie können, wenn sie gut gemacht sind, auf kreative Art ein besonders breites Publikum zum Nachdenken bewegen und die jĂŒngsten, den Filmnachwuchs an die Kunst des filmischen erzĂ€hlens heranfĂŒhren. Der Kinderfilm kann verschiedene Genres bedienen und so lustig, spannend, fantastisch oder auch gruselig sein und hat durch die mögliche Zielgruppe eine gute Möglichkeit an der Kinokasse zu glĂ€nzen.

Der deutschsprachige Kinderfilm Jim Knopf und Lukas der LokomotivfĂŒhrer | R: Dennis Gansel | ©Warner Bros.
Jim Knopf und Lukas der LokomotivfĂŒhrer | R: Dennis Gansel | ©Warner Bros.

Bei der Recherche zu dieser Folge kam mir die Frage, warum trotz dieser Möglichkeiten des Kinderfilms dieser scheinbar weniger wahrgenommen wird als der „Erwachsenenfilm“?

Wie sieht es mit dem deutschsprachigen Kinderfilm aus?

In unserer heutigen Folge reden wir mit unseren GĂ€sten Medienwissenschaftlerin und Dozentin Margret Albers und Drehbuchautorin und Illustratorin Viola Lippmann ĂŒber den deutschsprachigen Kinder- und Jugendfilm. Wir gehen der Fragen nach, was einen guten Kinderfilm ausmacht und wie sich die Arbeit an Kinderfilmen von anderen Filmgattungen unterscheidet. Wir ergrĂŒnden zusĂ€tzlich gemeinsam wieso der Kinderfilm im deutschsprachigen Raum mehr Beachtung braucht und wieso es interessant sein kann sich als Filmschaffender des „Erwachsenenkinos“ mit dem Kinderfilm auseinander zu setzen.

Unsere GĂ€ste:

v.l.: Margret Albers, Viola Lippmann

Margret Albers
Medienwissenschaftlerin, Dozentin
Förderverein Kinderfilm – LINK
Akademie Kindermedien – LINK
Der besondere Kinderfilm – LINK



Viola Lippmann
Drehbuchautorin und Illustratorin
Webseite – LINK
Podcast des Förderverein Kinderfilm – LINK
Tak to Kids & Listen – LINK

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#35 Kurzfilme: FĂŒr Kids & Teens mit Monica Koschka-Stein

#43 SpielfilmdebĂŒt: Und die Arbeit danach mit Joya Thome

Podcast
1:12 STUNDEN
4. November 2021

Das Drehbuch ist die Grundlage fĂŒr jeden Film oder jede Serie. Ohne das geschriebene Wort, die ausformulierten Charaktere und die kreierte Welt, gibt es in der Regel nicht viel, was einen Film spĂ€ter ausmacht. Umso wichtiger ist es sich als Filmemacher*in oder Drehbuchautor*in weiter zu entwickeln und das Handwerk des Schreibens durch regelmĂ€ĂŸiges ĂŒben auszubauen.

Aber wie verbessert man das Schreibhandwerk? Und habt ihr schonmal darĂŒber nachgedacht, einfach drauf loszuschreiben und zu schauen was ihr fĂŒr spannende Geschichten in relativ kurzer Zeit umsetzen könnt?

Club23 – Ein Drehbuch in 23 Tagen schreiben – Geht das?

In unserer heutigen Folge reden wir mit den Drehbuchautoren Professor Robert Krause und Professor Florian Puchert ĂŒber den Weg zum fertigen Drehbuch. In unserem GesprĂ€ch schauen wir uns Techniken an, die helfen können schnell kreative zu arbeiten, reden ĂŒber Tricks die helfen können die Angst vor der Weißen-Seite zu verlieren und darĂŒber warum es auch mal gut sein kann regelmĂ€ĂŸig Skripts fĂŒr die eigene Schublade zu produzieren. Mit Club23 haben Florian und Robert nach langjĂ€hriger Arbeit als Drehbuchautoren ein spannendes Seminarprogramm fĂŒr Drehbuchautor*innen entwickelt, welches den Teilnehmenden wichtige Impulse fĂŒr das Schreibhandwerk bietet und zusĂ€tzlich die teilnehmenden Autor*innen befĂ€higt einen 1. Draft ihres Drehbuchs innerhalb von 23 Tagen fertig zu stellen. Neben dem Drehbuchseminar Vor-Ort bieten Florian und Robert auch Online-Kurse an. Hier habt ihr neben dem Drehbuchprogramm auch die Möglichkeit bei einem Treatmentprogramm von 5 intensiven Tagen teilzunehmen. Mehr Informationen zu Club23 findet ihr auf der Webseite – LINK

v.l. Prof. Florian Puchert, Robert Kraause

Robert Krause
Drehbuchautor/Regisseur
Scenario (Agentur) – LINK
BĂŒcher – LINK

Florian Puchert
Drehbuchautor
CrewUnited – LINK
freeX (Agentur) – LINK

Club23 Treatment in 5 Tagen

Falls ihr Interesse habt das Online-Treatmentprogramm von Club23 mit einem aktuellen Stoff von euch auszuprobieren haben wir fĂŒr euch noch einen Code. Mit dem Indiefilmtalkcode INDIE23 erhaltet ihr 30% Rabatt auf den Kurs – Link zu Club23

4 Buchtipps von Florian und Robert:

Die Kunst des Drehbuchlesens | Oliver SchĂŒtte – LINK

Die 1% Methode | James Clear – LINK

Der Weg des KĂŒnstlers | Julia Cameron – LINK

Drehbuchschreiben | Linda Seger – LINK

Save the Cat!: The Last Book on Screenwriting You’ll Ever Need | Blake Snyder – LINK

Spannende DrehbĂŒcher zum lesen:

Unsere Sammlung mit spannenden DrehbĂŒchern zum lesen – LINK

Vom ersten Drehbuch zum eigenen Langfilm! Das eigene Drehbuch in den HĂ€nden halten und keine zwei Jahre darauf folgt der Kinostart der eigens geschriebenen Komödie. Ein ungewöhnlicher schneller Weg, der fĂŒr Drehbuchautor Marcus Pfeiffer wahr wurde. Von der Werbebranche ging er seinem Wunsch nach, einen Langfilm zu schreiben und bewarb sich bei der Drehbuchwerkstatt MĂŒnchen. Er besuchte ein mehrmonatiges Stipendium und nutzte im Anschluss intensiv die Möglichkeit, auf dem Filmfest MĂŒnchen sein Werk zu pitchen und die geeignete Produktionsfirma zu finden. Das er so schnell nicht nur die richtige Produktionsfirma, sondern auch den richtigen Regisseur fand und der Film dann auch noch direkt produziert wurde – hĂ€tte er in dieser kurzen Zeit nicht erwartet.

Wir leben in einem Autorenzeitalter. Überall werden Geschichten gesucht.“

Marcus Pfeiffer
"Karl" (Milan Peschel) behĂ€lt den Überblick! Beckenrand Sheriff im Kino zu sehen
„Karl“ (Milan Peschel) behĂ€lt den Überblick! Beckenrand Sheriff im Kino zu sehen ©LEONINE – 2021

Neben seinem Weg vom Drehbuchautor zu seinem ersten Langfilm, erzĂ€hlt uns Marcus Pfeifer wie unperfekt ein Drehbuch zur Weitergabe sein darf, wie sinnvoll eine Agentur ist, warum man seine Nase mal in die Set-Arbeit stecken sollte und warum die besten Ideen stets unter der Dusche entstehen. Genau, richtig gelesen – wir unternehmen in dieser Folge einen kleinen Exkurs in die Hirnforschung und erfahren einiges Praktisches, um unsere kreativen KanĂ€le anzukurbeln. Also seid bereit fĂŒr eine weitere Folge des Indiefilmtalk-Podcast zum Thema Komödien schreiben, Ideen entwickeln und Set-Luft schnuppern!

Filmcrew Beckenrand Sheriff Komödie
Setfoto: v.l.n.r.: Torsten Breuer (Kamera), Marcus H. RosenmĂŒller (Regie), Milan Peschel („Karl“), Marcus Pfeiffer (Drehbuch), Dimitri Abold („Sali“), Robert Marciniak (Produktion) ©LEONINE – 2021

Unser Gast:

Marcus Pfeiffer
Drehbuchautor
Webseite – LINK
Scenario (Agentur) – LINK

Marcus Preiffer’s Geistesblitzmethode

WeiterfĂŒhrende Links:
Drehbuchwerkstatt MĂŒnchen – LINK
FFF Bayern – LINK
Leonine Studios – LINK
Lieblingsfilm – LINK

WeiterfĂŒhrende Literatur:
Steven Johnson: „Wo gute Ideen herkommen. Eine kurze Geschichte der Innovation“ – LINK
Mason Currey: „Daily Rituals: How Great Minds Make Time, Find Inspiration, and Get to Work“ – LINK
Bas Kast: „Und plötzlich macht es KLICK!“ – LINK

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Podcast
1:16 STUNDEN
1. Juli 2021

Script development is predominantly an activity focused on writing and re-writing.  (
) Re-writing starts with the feedback of others, at this point the writer needs to step back from his work, allowing others to read, comment, possibly suggest (sometimes even demand) changes. This can be a tortuous moment for writers.

Franz Rodenkirchen: „Trusting Ariadne’s thread

Egal ob im Team oder allein, der Prozess der Drehbuchentwicklung ist sensibel. Wie lese ich das Drehbuch einer anderen Person? Wie gebe ich konstruktiv Feedback? Was genau macht ein Script-Consultant?

Die hohe Kunst des wertschĂ€tzenden, konstruktiven Feedbacks ist zwar in aller Munde, aber bei weitem sind kaum grundlegenden Feedbackregeln bekannt, geschweige denn werden sie angemessen angewendet. Doch welche Form des Feedbacks kann fĂŒr die ungewöhnliche Textform des Drehbuchs angewendet werden? Was ist sinnvoll – fĂŒr das Drehbuch und die Drehbuchautor*innen? Was ist hilfreich fĂŒr den kreativen Schaffensprozess?

Weg von qualitativen Statements und weg von formelhaften Aussagen berichten uns Script-Consultant Françoise von Roy und Franz Rodenkirchen von ihrer Kerntechnik dem Spiegeln. Außerdem erzĂ€hlen sie uns, was fĂŒr sie in der Zusammenarbeit mit Drehbuchautor*innen wichtig ist.

Script-Consultant Franz Rodenkirchen und Françoise von Roy von solace23 Indiefilmtalk Podcast mit Susanne Braun
Script Cosultant: Franz Rodenkirchen und Françoise von Roy | Foto © solace23

Françoise von Roy
Script Consultant
Webseite – LINK

Franz Rodenkirchen
Script Consultant
Webseite – LINK

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Über die ĂŒblichen KanĂ€le hinaus

(…) DRUCK“ ist eines der bemerkenswertesten Jugend-TV-PhĂ€nomene der vergangenen Jahre und sorgt kontinuierlich ebenso fĂŒr hohe erzĂ€hlerische QualitĂ€t wie fĂŒr frenetischen Zuspruch aus der jungen Zielgruppe. (…)

BegrĂŒndung der Jury, Grimme-Preis Spezial

FĂŒr ihre herausragende Darstellung der „Nora“ erhĂ€lt Mina-Giselle RĂŒffer den Grimme-Preis Spezial. Das Jugend-TV-PhĂ€nomen – eigentlich muss es heißen Jugend-Web-PhĂ€nomen – fĂ€llt nicht nur durch die ausgezeichnete schauspielerische Leistung auf, sondern auch durch das besondere crossmediale Konzept. Pro Woche erscheint eine Folge zwischen 10 und 40 Minuten. Diese können ĂŒber den offiziellen YouTube-Kanal, wie eine ganz normale Serie gestreamt werden. ZusĂ€tzlich werden die Folgen in einzelne Clips unterteilt, welche in Echtzeit ĂŒber den Verlauf einer Woche auf den Social Media KanĂ€len gestreut werden. Innerhalb der Serie ist die Verwendung von Sprachnachrichten, Dialoge ĂŒber ChatverlĂ€ufe und das Durchstöbern sozialer KanĂ€le fester Bestandteil der narrativen ErzĂ€hlweise. DarĂŒber hinaus dienen Instagramprofile der Serien-Charaktere als Avatare, um eine interaktive Kommunikation mit der Fanbase zu ermöglichen. Auch ein offizieller Telegram-Kanal wird als Kommunikationstool von funk angeboten und von den Fans ausgiebig genutzt.

SKAM – Der Ursprung aus Norwegen

Der bekannte norwegische VorgĂ€nger SKAM bietet die erste Vorlage fĂŒr den Auftakt der ersten Staffeln. DRUCK ĂŒberlebt ihren VorgĂ€nger und wĂ€chst weiter. Inzwischen sind sie in der sechsten Staffel angekommen und sprechen von der sogenannten 2. DRUCK-Generation. Um zu verstehen, was es braucht, um solch eine Jugendserie zu kreieren, gehen wir mit der Regisseurin Joya Thome und dem Drehbuchautor Jonas Lindt ins GesprĂ€ch. Sie berichten uns vor ihrer Arbeit an dem crossmedialen Konzept der Webserie DRUCK. Welche besonderen inhaltlichen und technischen Umsetzung mĂŒssen beachtet werden? Was muss beim Drehbuchprozess crossmedial mitgedacht werden und was bedeutet dies fĂŒr den Dreh und die Arbeit mit den Schauspieler*innen?

Joya Thome
Regisseurin
Agentur – LINK
Crew United – LINK
Film macht Schule – LINK

Jonas Lindt
Drehbuchautor, Schreibkollektiv Q3
Schreibkollektiv Q3 – LINK
Crew United – LINK

Joya Thome war schon mal bei uns! Hört mal rein!

#43 | SpielfilmdebĂŒt: Und die Arbeit danach

WeiterfĂŒhrende Links

DRUCK – Die Serie (offizieller YouTube-Kanal) – LINK
Fanprojekt „Druck Experience Bot“ (Telegram Kanal) – unter @DruckExperienceBot auf Telegram
funk (Homepage) – LINK

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Livetalk Master School Drehbuch | Writing on HAUSEN
Livetalk Master School Drehbuch | Zwei Köpfe eine Sprache

Foto: Sira-Anna Faal, Nhung Hong | © Bantry Bay / Carolin Saage

Podcast
1:30 Stunden
13. Mai 2021

Drehbuch, Produktion und Regie. Iliana Estañol (Regisseurin) und Johanna Lietha (Regisseurin) arbeiteten von Anfang an als festes Team in allen drei Departments. In einem Londoner Regie & Schauspiel-Workshop lernten sie sich kennen und entschieden zusammen ihren ersten Langfilm zu entwickeln. Zu ihrem SpielfilmdebĂŒt LOVECUT fĂŒhrten sie ein Streetcasting durch und casteten ĂŒber 340 Jugendliche. FĂŒr die Laiendarsteller*innen konzipierten sie intensive Workshops, um sie an die Arbeit am Set heranzufĂŒhren. Doch wie lassen sich die passenden Charaktere finden? Wie gestaltet sich die Arbeit mit Jugendlichen zu sensiblen Themen wie Liebe und SexualitĂ€t? Und wie bleibt die AuthentizitĂ€t der Laien unangetastet?

LOVECUT von Iliana Estañol, Johanna Lietha mit Laiendarsteller*innen
LOVECUT von Iliana Estañol, Johanna Lietha | © Stadtkino Filmverleih

Die beiden Regisseurinnen haben sich viel Zeit genommen, um gemeinsam mit den Jugendlichen Szenen und Figuren zu erarbeiten, verschiedene Perspektiven gemeinsam zu entdecken, um daraus episodenhaft ihren Film zu kreieren. Im laufenden Prozess der verschiedenen Workshops ĂŒberarbeiteten sie ihr Drehbuch stets auf’s neue und entwickelten schlussendlich die Geschichten von BEN (Max Kuess) und LUKA (Lou von Schrader), MOMO (Melissa Irowa) und ALEX (Valentin Gruber) sowie von JAKOB (Kerem Abdelhamed) und ANNA (Sara Toth).

In dieser Folge sprechen Iliana Estañol und Johanna Lietha ĂŒber ihre intensive Arbeit mit den Laiendarsteller*innen und die Zusammenarbeit als Duo der Departments Drehbuch, Regie und Produktion.

Im Nachtrag findet ihr noch ein kleines Extra, denn Iliana Estañol hat uns noch mal detailliert etwas zu der Herangehensweise der intimen Szenen berichtet. Welche Departments sind involviert und welche Absprachen im Vorfeld sind unabdingbar. Also bleibt bis zum Ende dran!

Iliana Estañol
Regisseurin
Crew United – LINK

Johanna Lietha
Regisseurin
Webseite – LINK

WeiterfĂŒhrenden Links:

LOVECUT
Webseite – LINK
Facebook – LINK
Instagram – LINK
Film streamen bei Amazon – LINK

BĂŒcher
Aronson, Linda: The 21th Century Screenplay: A Comprehensive Guide to Writing Tomorrow’s Films. Australia 2010. – LINK

Batson, Susan: Truth: Personas, Needs and Flaws in the Art of Building Actors and Creating Characters. 2014. – LINK

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