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Drehbuch

Virtual Reality (VR) ist eine simulierte und immersive Welt, die die natĂŒrliche Umgebung um uns herum ausblendet. Durch ihren interaktiven Charakter lĂ€sst uns dieses Medium tief in Geschichten eintauchen und physisch mit GegenstĂ€nden und Charaktere in der Welt interagieren. Anders als beim Kino blickt man nicht mehr auf eine beleuchtete Leinwand, sondern kann in dem Geschehen selbst stehen und sich eigenstĂ€ndig bewegen. Das sorgt, wenn gut gemacht, fĂŒr eine sehr hohe emotionale Bindung und kann Spielerinnen auf neue Weise an Themen heranfĂŒhren.

Die oben angesprochenen Merkmale klingen auf den resten Blick schon mal spannend, aber wie unterscheidet sich die GeschichtenerzĂ€hlung bei diesem recht neuen Medium im Vergleich zu Filmen und Serien? Lohnt es sich heutzutage ĂŒberhaupt noch Geschichten fĂŒr die virtuelle RealitĂ€t zu erzĂ€hlen oder ist der Zug bereits abgefahren?

VR als Mainstreammedium?

War die VR-Technik in den AnfĂ€ngen sehr teuer und unhandlich, wĂ€chst der Markt in den letzten Jahren stetig. Immer mehr Firmen und Menschen beschĂ€ftigen sich mit dem Medium. Jedes Jahr gibt es technische SprĂŒnge und Weiterentwicklungen. So werden die VR-Headsets immer kleiner und leichter, haben immer bessere Displays und können genauer Bewegungen der Spieler*innen interpretieren und in Eingaben umwandeln. Wenn man sich dann zusĂ€tzlich die jĂŒngsten Bewegungen auf dem Markt anschaut, scheint die VR-Technik in den nĂ€chsten Jahren immer wichtiger zu werden.

Erste VR Brille
„The Ultimate Display“, Ivan Sutherland | © www.es.com

So kaufte Meta (vormals Facebook) die VR Firma Oculus im Jahr 2016 fĂŒr 2 Milliarden Dollar und produzierte seit dem viele eigene VR-Brillen, Inhalte, Spiele und Geschichten fĂŒr die virtuelle RealitĂ€t. Neben Meta folgten mehrere weitere Konzerne wie Sony mit ihrer Playstation VR und nun auch Apple, die in diesem Jahr (2023) ihre erste eigene VR-Brille „Vision Pro“ vorstellten.

Vision Pro | ©Apple

Was könnten diese Entwicklungen fĂŒr uns GeschichtenerzĂ€hlerinnen bedeuten? Na ja, dass wir, ob wir wollen oder nicht, neben dem Film, Theater, der Literatur oder Games ein neues Instrument bekommen, um unsere Geschichten zu erzĂ€hlen.

Am Anfang steht immer die Geschichte…

In unserer heutigen Folge erweitern wir daher unseren Blick und schauen auf das Storytelling in einem Medium, welches dem Film nicht sehr fremd ist – Virtual Reality (VR). Mit unseren beiden GĂ€sten Simona Theoharova (Schauspielerin/Drehbuchautorin/Filmemacherin) und Sven Haeberlein (CEO & Creative Director), reden wir ĂŒber die Entwicklungen in der virtuellen RealitĂ€t und ihre Herangehensweise an neue Projekte. Sie erzĂ€hlen von ihrem neuen Spiel Selina, welches sich gerade in Entwicklung befindet und reden mit uns ĂŒber das Besondere an diesem noch recht neuen Medium.

VR Storytelling
Selina | ©Trotzkind

Selina – Ein narratives VR-Spiel

Selina ist das neue Spiel von Trotzkind GrĂŒnder Sven Haeberlein und seinem Team. Bei Selina begibt sich der Spielende in eine mĂ€rchenhafte Welt, in der die GrundsĂ€tze der Physik scheinbar außer Kraft gesetzt wurden. In dem Spiel ist das Leben der titelgebenden Protagonistin Selina aus den Fugen geraten und muss mit Hilfe des Spielenden wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

Mehr zum neuen Spiel Selena findet ihr auf der Webseite von Trotzkind – LINK

VR Games die man mal gespielt haben sollte

Hier hat Simona fĂŒr uns Links zu interessanten VR-Spielen zusammengestellt, die man unbedingt einmal gespielt haben sollte. Also, viel Spaß beim Anschauen:

The Line https://store.steampowered.com/app/1214980/The_Line/

Madrid Noir https://www.madridnoir.com/

Wolves in the Walls https://www.fable-studio.com/wolves-in-the-walls 

Downs the Rabbit Hole https://downtherabbitholegame.com/

Blood & Truth https://www.youtube.com/watch?v=tT2_L28DZaE&ab_channel=PlayStationEurope

Half-life Alyx https://www.youtube.com/watch?v=O2W0N3uKXmo&ab_channel=Valve

Ghost Giant https://www.youtube.com/watch?v=W2xNpID-w6s&ab_channel=PlayStation

The Under presents https://www.youtube.com/watch?v=DMblh9_El6c&ab_channel=MetaQuest

Unsere GĂ€ste

Simona Theoharova – Drehbuchautorin, Schauspielerin, Filmemacherin
CrewUnited – LINK

Sven Haeberlein – CEO & Creative Director
Trotzkind – LINK
Selina Webseite – LINK

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Podcast
1:25 STUNDEN
13. Juli 2023

CinĂŠsthesie: Translating Animation

Mit dem Projekt CinĂŠsthesie. Translating Animation startet die Regisseurin Anne Isensee (Animationsregisseurin & Animatorin) ein crossmediales Experiment. Das KernstĂŒck des kĂŒnstlerischen Forschungsprojekts bildet der Animationskurzfilm INTRO. Das Besondere hierbei ist die Integration der Audiodeskription und der erweiterten Untertitel. Hier wurde beides nicht nachtrĂ€glich eingefĂŒgt, sondern ist Teil des Storytellings und wurde von Anfang an mitgedacht. 

Filmstill aus dem Animationskurzfilm INTRO von Anne Isensee © Anne Isensee

Audiodeskription: Eingeplant von Anfang an?

Mit akustischen Bildbeschreibungen, den sogenannten Audiodeskriptionen, können blinde und sehbehinderte Menschen Filme genauso genießen wie das sehende Publikum. An dem komplexen Entstehungsprozess der Audiodeskriptionen sollte unbedingt immer eine geschulte blinde Person beteiligt sein.

Barbara Fickert – GeschĂ€ftsfĂŒhrerin KinoblindgĂ€nger
Barbara Fickert sitzt zusammen mit einer zweiten Person in einem Tonstudio und produziert eine Audiodeskription.
Barbara Fickert im Studio fĂŒr die nĂ€chste Audiodeskription © Andi Weiland

Eine Audiodeskription oder auch kurz AD, ermöglicht fĂŒr blindes oder sehbehindertes Publikum den Zugang zum  cineastischen Filmgenuss. Die audiovisuelle Materie wird in eine akustische Bildbeschreibung ĂŒbersetzt. Begleitend zum Kurzfilm, bietet das Projekt CinĂŠsthesie. Translating Animation, ein Audioprogramm, welches Einblicke in die Produktionsprozesse eröffnet, das Team vorstellt und rund um die Themen Audiodeskription, barrierefreie Animationsfilmproduktionen und cinĂŠsthetische Übersetzungsarbeit informiert.

Doch nicht fĂŒr jeden Film gibt es automatisch eine Audiodeskription, leider. Egal, ob es sich dabei um Dokumentarfilme handelt, Arthousefilme oder Filme von großen Studios. Ob es ĂŒberhaupt eine barrierefreie Fassung gibt, hĂ€ngt von der Produktion selbst ab: Wollen und können sie eine Audiodeskription oder erweiterte Untertitel in Auftrag geben?

Normalerweise werden, wenn ĂŒberhaupt, barrierefreie Fassungen im Nachhinein angefertigt. Bei einer Audiodeskription kann beispielsweise im Dreierteam gearbeitet werden. Hierbei schreibt eine sehende Person die Filmbeschreibung und ĂŒberarbeitet diese gemeinsam mit einer blinden Person. Zuletzt gleicht eine dritte Person den Text mit dem Film ab. Klar, das kostet Geld und braucht Zeit und Expert*innen, die geschult sind, gute Audiodeskriptionen zu verfassen. Zum GlĂŒck gibt es Menschen wie Barbara Fickert (GeschĂ€ftsfĂŒhrerin KinoblindgĂ€nger) und Jonas Hauer (Komponist & Filmbeschreiber), die sich beide um solche akustische Bildbeschreibungen kĂŒmmern.

Wortfindung: Passgenau formuliert!

Das richtige Wort finden, um die filmische Situation bei einer AD bestmöglich zu beschreiben? Gar nicht so einfach, sagen Jonas und Barbara. Denn so kann die Frage, ob das Kind im Film ein Weizenbrötchen isst oder gar ein StĂŒck Hefezopf, vielleicht einen wichtigen Hinweis fĂŒr den weiteren Verlauf des Films beinhalten oder obsolet sein. Oder vielleicht wird ein typischer Hint wie “Laura greift nach der Tasche, in der sie vorhin den Revolver versteckt hat” das filmische Erlebnis spoilern. Demnach ist fĂŒr die richtige Wortfindung FeingefĂŒhl angesagt und ein gutes sich Abstimmen im Team. Dass die Realisierung einer AD nicht nur das richtige Budget und eine gute Planungszeit braucht, sondern auch seinen Weg zum Publikum finden muss, ist den Meisten gar nicht so klar.

Mehr Aufmerksamkeit: Ein YouTube-Button fĂŒr AD’s? 

Audiodeskription muss prĂ€senter werden und besser auffindbar. Wie wĂ€re es mit einem Button fĂŒr AD’s bei YouTube neben dem Button fĂŒr Untertitel?

Jonas Hauer – Filmbeschreiber
Eine Person im Kino hÀlt die GRETA-App in der Hand.
Barbara Fickert, die GRETA-App stets bereit in der Hand © Andi Weiland

Seit ĂŒber 10 Jahren gibt es die GRETA-App, die es Menschen ermöglicht, barrierefrei Kino zu genießen. Doch im Heimkino, beim bingewatchen, egal ob im linearen Fernsehen, Streamingdiensten oder YouTube, bleibt der Genuss meist verwehrt. Es fehlt an AD’s. Es fehlt an Aufmerksamkeit und der Sensibilisierung der Gesellschaft, dass es zum einen barrierefreie ZugĂ€nge braucht und dass diese, sofern vorhanden, besser aufzufinden sein mĂŒssen. Ein YouTube-Button fĂŒr AD’s neben dem Button fĂŒr Untertitel wĂ€re doch spannend. Vielleicht klicken Menschen aus Interesse darauf und erkennen “Diese Funktion ist in deinem Land leider noch nicht verfĂŒgbar. Möchtest du eine AD anfordern?”. Selbst wenn diese Option erst einmal nur vorhanden wĂ€re, um Aufmerksamkeit zu generieren, so wĂŒrde ein Großteil der Gesellschaft ganz unverhofft mit dem Thema der Barrierefreiheit in BerĂŒhrung kommen! Was fĂŒr eine smarte Idee Jonas! 

Wie eine Audiodeskription entsteht, diesem Thema möchten wir uns in der aktuellen Folge widmen. Wir sprechen mit Anne Isensee (Animationsregisseurin & Animatorin), Barbara Fickert (GeschĂ€ftsfĂŒhrerin KinoblindgĂ€nger) und Jonas Hauer (Komponist & Filmbeschreiber) ĂŒber das kĂŒnstlerische Forschungsprojekt CinĂŠsthesie. Translating Animation und ihre Arbeit an Audiodeskriptionen.

Wir gratulieren Barbar und Jonas nachtrĂ€glich zur Auszeichnung des Deutschen Hörfilmpreises 2023. Als Teil des Audiodeskriptions-Teams unterstĂŒtze Jonas die Filmproduktion IM WESTEN NICHTS NEUES. Barbara sahnte als Teammitglied in der Kategorie Filmerbe bei BĂ©la Tarrs Schwarzweiß-Klassiker DIE WERCKMEISTERSCHEN HARMONIEN ab. Herzlichen GlĂŒckwunsch!

Unsere GĂ€ste

Anne Isensee
Animationsregisseurin & Animatorin
Webseite – https://www.anneisensee.com/

Barbara Fickert
GeschĂ€ftsfĂŒhrerin KinoblindgĂ€nger
Blog “BlindgĂ€ngerin” – https://www.blindgaengerin.com/
Webseite “KinoblindgĂ€nger” (Audiodeskription) – https://www.kinoblindgaenger.com/

Jonas Hauer
Komponist & Filmbeschreiber
Webseite – http://jonas-hauer.de/

WeiterfĂŒhrende Links
CinĂŠsthesie. Translating Animation (Webseite) – https://www.translating-animation.com/
Greta App – https://www.gretaundstarks.de/greta/greta

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#08 Pressekonferenz | Vielfalt im Film

Podcast
1:28 STUNDEN
20. April 2023

Die immer wieder gleichen Geschichten

Egal ob im Theater oder im Film, viel zu hĂ€ufig werden die immer gleichen alten Geschichten und Stereotypen aufs Neue erzĂ€hlt. Immer wieder werden alte patriarchale Strukturen durch die immer gleichen ErzĂ€hlweisen manifestiert und die alten Helden leben hoch. Jedoch sind Geschichten nicht nur ein netter Unterhaltungswert, sondern sie prĂ€gen unsere Gesellschaft. Die Form des GeschichtenerzĂ€hlens ist die einfachste und gleichzeitig komplexeste Form, Bilder und Stereotypen im Mindset unseres gesellschaftlichen Kollektivs zu verankern. Wie brechen wir diese Strukturen und alten ErzĂ€hlmuster auf? Wie lösen wir uns von den alten ErzĂ€hlungen und geben mehr Raum fĂŒr die Neuen? Der Film LADYBITCH widmet sich genau dieser Herausforderung und revolutioniert mit seiner Protagonisten Ela die Bretter, die die Welt bedeuten. Doch nicht nur auf der Leinwand bricht der Film patriarchale Strukturen auf, sondern auch innerhalb der Produktion hinter der Kamera achtet das Regie-Duo Paula KnĂŒpling und Marina Prados auf einen verantwortungsvollen und wertschĂ€tzenden Umgang mit ihrem Team.

Machtposition vs. Verantwortungsposition

„Regisseur*in zu sein ist eine Verantwortungsposition. Ich habe nicht die Macht, sondern ich habe die Verantwortung fĂŒr mein Team. Es ist eher ein Auftrag als ein Privileg.“

Paula KnĂŒpling

Das Regie-Duo Marina Prados und Paula KnĂŒpling sind seit dem letzten Jahr mit ihrem durchschlĂ€gigen SpielfilmdebĂŒt LADYBITCH unterwegs. Gemeinsam haben sie an dem Drehbuch geschrieben, ihre eigenen Erfahrungen verarbeitet und wĂ€hrend der Pandemie mit einem kleinen Team ihr Filmprojekt erfolgreich realisiert.

Doch was braucht es, um sensible Szenen, in denen GrenzĂŒberschreitungen reinszeniert werden, umsetzen zu können, ohne dass es zu inneren SchĂ€den kommt? Marina und Paula haben darauf eine klare Antwort, denn fĂŒr sie bedeutet die Position der Regisseurin nicht Macht auszuĂŒben, sondern Verantwortung zu ĂŒbernehmen und auch abzugeben, um gemeinsam als Filmteam agieren zu können:

„Mentale Gesundheit am Set ist zentral und daher ist es wichtig, sich zu entspannen, es locker zu nehmen – sich und das Projekt nicht ĂŒber alles zu stellen.“

Marina Prados

Die beiden sind sich einig: Das Filmprojekt sollte nicht ĂŒber allem stehen, das Wichtigste sind die Menschen, mit denen im Team gearbeitet wird und diese wurden trotz kleines Produktionsbudget fĂŒr ihre Arbeit bezahlt. DafĂŒr schraubte das Regie-Duo ihre technischen und Ă€sthetischen AnsprĂŒche zurĂŒck. Eine vorbildliche Handlung, um prekĂ€re Situationen in unserer Filmbranche aufzubrechen.

Kurze Verschnaufpause – Filmstill aus Ladybitch © Ladybitches Productions

Themis veröffentlicht Ratgeber

Was kann die Filmbranche auch im Kleinen tun, um GrenzĂŒberschreitungen zu erkennen, nötige Hilfestellungen zu geben oder eben prĂ€ventiv entgegenzuwirken? Marina und Paula suchen immer wieder das GesprĂ€ch zu ihrem Team. Reflektieren ihre eigenen Grenzen und halten Absprachen wie bspw. die Einhaltung der regulĂ€ren Drehzeiten, ein. Doch was kann der/die Einzelne tun, wenn er oder sie GrenzĂŒberschreitungen erlebt oder beobachtet? HierfĂŒr veröffentlicht die Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle BelĂ€stigung in der Kulturbranche erstmals eine BroschĂŒre, in der mögliche Situationen skizziert werden und mögliche Handlungsoptionen formuliert werden. Neben einem psychologischen Notfallkoffer fĂŒr Zeug*innen gibt es zu jedem Kapitel Reflexionsfragen, sodass eine aktive Einbindung der Leserschaft evoziert wird.

Foto: Paula KnĂŒpling & Marina Prados © Katja Feldmeier

Ladybitches Productions

In unserer aktuellen Folge sprechen die beiden Regisseurinnen mit uns ĂŒber ihre Arbeit zu LADYBITCH. Wir sprechen ĂŒber die aktuelle Handreichung der Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle BelĂ€stigung in der Kulturbranche und stĂ€rken wichtige Learnings zum sensiblen und wertschĂ€tzenden Umgang miteinander. Seit dem 09. MĂ€rz 2023 lĂ€uft LADYBITCH in ausgewĂ€hlten Kinos.

Paula KnĂŒpling
Regisseurin
Webseite – LINK
Crew United – LINK

Marina Prados
Regisseurin
Webseite – LINK
Crew United – LINK

WeiterfĂŒhrende Quellen

Ladybitch (Trailer) – LINK

Lara – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen* (Webseite) – LINK

Mental Healt First Aid – Ersthelfer*in werden! In dem Zentralinstitut erfĂ€hrst du, wie du Erste Hilfe fĂŒr psychische Gesundheit leisten kannst. Schau dich mal auf der Webseite um:

MHFA-Ersthelfer Kurse fĂŒr psychische Gesundheit (Webseite) – LINK

MHFA-Erstehelfer (KursĂŒbersicht) – LINK

Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle BelĂ€stigung und Gewalt (Webseite) – LINK

Solidarische KreativitĂ€t – UnterstĂŒtzung bei GrenzĂŒberschreitungen und BelĂ€stigung in der Kulturbranche (BroschĂŒre) – LINK

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Was heißt hier eigentlich QualitĂ€t?

Der Film ist eines der vielseitigsten Kunstformen die unsere moderne Gesellschaft zu bieten hat. Er kann verschiedenste Themen behandeln, unterschiedliche Genres als Vehikel der ErzĂ€hlung nutzen, farbenfroh oder entsĂ€ttigt gestaltet sein oder Geschichten in Kurz- oder Langform prĂ€sentieren. So vielseitig, wie das Medium selbst, sind auch die Zuschauer*innen und deren Rezeption. So kann Person A den Humor des Films zugewandt sein und in LachkrĂ€mpfe ausbrechen und Person B daneben den Kopf schĂŒtteln und der Geschichte nichts abgewinnen. Da macht sich schnell die Frage breit, was eigentlich QualitĂ€t im Film heißt? – Ist es die noch nie dagewesene Art zu erzĂ€hlen? – Die AktualitĂ€t der Themen? – Das „Look & Feel“ des Formates? – Und was brauchen wir in der Filmbranche um diesem Anspruch nachzukommen?

Fernsehfilm
Foto: Fernsehfilmjury Televisionale Baden Baden ©Sophie SchĂŒler

QualitÀt im deutschsprachigen Fernsehfilm

Der heutige Talk beschĂ€ftigt sich mit dem Thema der QualitĂ€t des deutschen Fernsehfilms. Mit unseren GĂ€sten Regisseur Dominik Graf, Regisseurin Susanne Heinrich und Filmwissenschaftlerin Lisa Gotto reden wir ĂŒber die Herausforderung des deutschen Fernsehfilms und darĂŒber, was eigentlich QualitĂ€t heißen kann.

Diese Folge entstand, wie die Folge 138 zum Thema „QualitĂ€t in der deutschsprachigen Serie“ in Kooperation mit dem Fernsehfestival „Televisionale Baden Baden“ der Deutschen Akademie der darstellenden KĂŒnste. Das Festival lĂ€dt neben den Filmen zu offenen Jurydiskussionen mit den Filmschaffenden ein und setzt das Thema QualitĂ€t in Film & Serie in den Mittelpunkt des Programms. Mehr Informationen zur Televisionale und den Filmen, die wir in dieser Folge besprochen haben, findet ihr auf deren Webseite – LINK

Unsere GĂ€ste

Dominik Graf
Regisseur
IMDB – LINK

Susanne Heinrich
Regisseurin | Autorin
Webseite – LINK

Prof. Lisa Gotto
Professorin fĂŒr Filmtheorie
UniversitĂ€t Wien – LINK

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Podcast
1:40 STUNDEN
1. Dezember 2022

Schlechtes Image: Die immer wieder gleiche Phrase

„Das Image deutscher Filme und Serien ist antiquiert. Denn es gibt diese Perlen. Und wir haben Talente.“

Urs Spörri

„FĂŒr eine deutsche Serie, ganz okay.“ Wir alle kennen diesen Satz. Viel zu hĂ€ufig wird verschmĂ€ht oder gar nicht erst gesehen, welche aufwendigen und gut durchdachten Serien der deutschsprachige Markt zu bieten hat. Aber woran liegt das? Fehlen uns mutige Konzepte die es zu sehen lohnt? Liegt es daran, dass innovativen Formaten kein langfristiges Vertrauen geschenkt wird und diese in Mediatheken oder auf spĂ€ten SendeplĂ€tzen „versendet“ werden? Fehlt den Formaten die ReprĂ€sentanz der Gesellschaft oder liegt das Problem an der Haltung der Zuschauer*innen, die ĂŒber die Zeit unrĂŒttelbar manifestiert wurde? Eine antiquierte Haltung, findet Urs Spörri, kĂŒnstlerischer Leiter der TeleVisionale Baden-Baden. Aber was tun?

QualitÀt in Serie: Was der deutschsprachige Raum zu bieten hat!

Welche Perlen und Talente es aber dennoch gibt und wie sich der Serienmarkt verĂ€ndert, zeigt uns die TeleVisionale in Baden-Baden. Die Stadt rollt den roten Teppich aus und lĂ€dt ein zu offenen Jurydiskussionen und setzt das Thema „Was ist QualitĂ€t?“ in den Mittelpunkt des Festivals. Vom 21. – 25.11.2022 fand die TeleVisionale in den Hallen des Kurhauses Baden-Baden statt. An fĂŒnf Tagen liefen zu den offenen Diskussionen insgesamt zehn Fernsehfilme und sechs verschiedene Serien. Als eines der ersten Festivals, wirft die TeleVisionale ihren Blick auf das serielle ErzĂ€hlen im deutschen Fernsehen. Zu Gast sind nicht nur Sender wie die ARD oder das ZDF, sondern auch Streamingplattformen, wie Sky, Amazon oder Netflix.

TeleVisionale im Kurhaus Baden-Baden
Foto: Publikum bei öffentlicher Jurydiskussion im Serienwettbewerb © Sophie SchĂŒler

Das Geheimnis: QualitÀt produzieren und halten

In dieser Folge haben wir euch ein Mosaik aus verschiedenen Stimmen der TeleVisionale zusammengestellt. Mit unseren GĂ€sten aus den Bereichen Produktion, Regie, Festivalkuration und Drehbuch ergrĂŒnden wir die spannende Frage, was eigentlich QualitĂ€t in der Serienlandschaft bedeutet und mit welchen Mitteln wir unseren QualitĂ€tsanspruch in den nĂ€chsten Jahren nachkommen wollen. Was braucht eine Serie, um qualitativ hochwertig zu sein? Zeit, Geld, Vertrauen, Mut zu ĂŒberraschen, alte Muster brechen, weg von der alten Formatierung. Unsere GĂ€ste haben vielfĂ€ltige Antworten und geben uns einen tieferen Einblick in ihre Arbeit und ihre Erfahrungen. Wir finden, wenn diese geballte Kraft an einem Ort wie Baden-Baden zusammenkommt und sich die Verbindung und der offene Austausch auch nachhaltig noch bewahrt, steht einer qualitativ-hochwertigen Serienszene der Superlative nichts im Wege. Wir sind gespannt!

Unsere GĂ€ste (In Reihenfolge ihres Auftritts)

Urs Spörri
KĂŒnstlerische Leitung | TeleVisionale Baden-Baden
TeleVisionale – LINK
Webseite – LINK

Julia Fidel
Beratend fĂŒr den Serienpreis TeleVisionale | Choreographin BABYLON BERLIN | Head of Berlinale Series
Berlinale Series – LINK
Crew United – LINK

Quirin Schmidt
Executive Producer | DER PASS, HAUSEN | Sky
Crew United – LINK

Jan Georg SchĂŒtte
Regisseur, Autor | DAS BEGRÄBNIS | ARD Degeto
Crew United – LINK
Webseite – LINK

Martin Behnke
Drehbuchautor | MUNICH GAMES, DARK | Sky
Crew United – LINK
Homebase (Agentur) – LINK

Michal Aviram
Drehbuchautorin | MUNICH GAMES
Crew United – LINK

Julia von Heinz
Regisseurin | ELDORADO KADEWE | ARD Degeto, rbb
Professorin, Leitung des Studiengangs Regie Kino- und Fernsehfilm der HFF MĂŒnchen – LINK
Crew United – LINK
Players (Agentur) – LINK

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Kollektiv, Ko-Prozesse, Kollaboration, Kooperation, Ko-Kreation

Arbeiten im Team – Zusammenarbeit kennt viele unterschiedliche Formen und Bezeichnungen. Neben der wohl bekanntest Art, der Kooperation, gibt es verschiedenen Möglichkeiten, die eigenen FĂ€higkeiten mit anderen zu verbinden, um gemeinsam ein Projekt zu realisieren. Schnell kommt die Frage auf: „Ist die Arbeit beim Film nicht per se eine Teamarbeit? Also eine Arbeit, die in kleinen Kollektiven, in den verschiedenen Gewerken oder Departments stattfindet?“ Jein. Es kommt eben ganz darauf an, wie die Teamarbeit vonstattengeht. Sind alle gleichermaßen am Prozess beteiligt? Gibt es flache Hierarchien? Gibt es eine*n EntscheidungstrĂ€ger*in? Eine autoritĂ€re Kraft? Gibt es einen Auftrag, dem es zu folgen gilt? Dies setzt nicht außer Kraft, dass es keine konventionelle Arbeitsverteilung geben darf und jede*r alles machen soll. Viel mehr geht es darum, die StĂ€rken der Einzelnen sichtbar zumachen und bestmöglich im Projekt einzusetzen. Dies geht nur mit guter Kommunikation und einer großen Portion WertschĂ€tzung.

Open Mind Set: Die innere Haltung zÀhlt

Es gibt unterschiedlichen Formen des kollaborativen Arbeitens. Schon ein Team aus zwei Personen kann per Definition ein Kollektiv sein. Wichtig ist, wie sie miteinander arbeiten. Wie wird die FĂŒhrung gehandhabt? Wie wird miteinander kommuniziert? Es ist stets eine große Herausforderung, ob im kleinen oder großen Team multiperspektivisch zu arbeiten, die verschiedene Ideen, Gedanken, Stimmen und Meinungen zusammenzufĂŒhren. Wie können Arbeitsprozesse wie der Filmschnitt oder die RegiefĂŒhrung im Duo neu strukturiert werden? Was braucht es, um gemeinsam als Doppelspitze oder im grĂ¶ĂŸeren Team, wie beispielsweise in einem Writersroom, kollektiv zu arbeiten? In erster Linie Zeit und die Muße der Person gegenĂŒber zu vertrauen.

Egal ob vor oder hinter der Kamera, Teamwork bereichert die QualitÀt der Arbeit.
Teamarbeit vor und hinter der Kamera – Ein Vorteil fĂŒr alle!

Multiperspektivische Team: Vielschichtig und Krisensicher

Doch das Ergebnis lohnt sich. Gerade bei der Entwicklung der DrehbĂŒcher kann sich ein gut eingespielter Writersroom positiv auf die Entwicklung vielfĂ€ltiger Figuren und einem clever gespickten Storytelling wirken. Auch bei der Umsetzung am Set kann ein fest verknĂŒpftes Regisseur*innen-Duo Herausforderungen gemeinsam besser angehen und der Druck der Entscheidungen lastet somit nicht auf einzelnen Schultern. Diese Form der Entscheidungsverteilung bringt Ruhe und Sicherheit in die einzelnen Departments.

Zudem sind nachweislich diverse Teams krisensicherer. Durch die verschiedenen Erfahrungswerte können bestehende LĂŒcken eher abgedeckt werden. NatĂŒrlich benötig der Aufbau Zeit und vor allem gute Kommunikationsstrukturen und Strategien, um dialogisch im Team arbeiten zu können. Aber auf lange Sicht gesehen lohnt sich die MĂŒhe. FĂŒr die jeweiligen Teams und die Filme, die dabei entstehen.

Trends im Indiefilmtalk-Kosmos

In einem Team auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten ist gerade im Filmbereich noch keine SelbstverstĂ€ndlichkeit, aber ein Trend, den wir schon bei vielen Projekten beobachten durften. In den letzten Jahren sind uns immer wieder besondere Formen der Zusammenarbeit begegnet. Daher nutzen wir die Chancen und platzieren in der heutigen Folge kleine Ausschnitte von Filmschaffenden, die in ganz unterschiedlichen Arten ĂŒber ihre ganz individuelle Zusammenarbeit sprechen. Spoiler: Doppelspitzen in Regie, Drehbuch oder auch im Filmschnitt sind vielleicht ein neuer Trend, um Verantwortung fĂŒr Projekte gemeinsam zu ĂŒbernehmen. Oder was meint ihr? Welche Formen der kollektiven Arbeit sind euch im Filmbereich schon begegnet?

Ihr kennt noch weitere Formen der Zusammenarbeit in Departments die hier noch nicht genannt wurden? Meldet euch bei uns: comment@indiefilmtalk.de

Foto: v.l.n.r.: Track 15, Filmstill aus DRUCK, Anne JĂŒnemann und Carlotta Kittel, Filmstill aus LOVECUT.
Foto: v.l.n.r.: Track 15, Filmstill aus DRUCK, Anne JĂŒnemann und Carlotta Kittel, Filmstill aus LOVECUT.

Über folgende Episode haben wir gesprochen:

#09 Livetalk MSD | DRUCK: Crossmediales Storytelling
#81 | Filmmusik: Arbeit im Kollektiv und der Weg zur guten Filmmusik
#92 | Filmeditor*innen: Montieren im Team
#101 | LOVECUT: Ein starkes Duo

Mediathek-Tipp

unicato – Das Kurzfilmmagazin „Kollektive KreativitĂ€t“

„Wir“ Menschen leben zusammen, arbeiten zusammen, feiern zusammen, Schauen Filme zusammen. Auch hinter der Kamera entstehen diese Filme zusammen. Doch was ist es, das uns zusammenhĂ€lt?

unicato beleuchtet im November die Zusammenarbeit im Kurzfilm. Ob als Team, Allianz oder eben KĂŒnstlerkollektiv.

Moderator Markus Kavka spricht mit:
Theaterwissenschaftlerin und Moderatorin des Indiefilmtalk Podcast Susanne Braun, den Filmschaffenden der Gruppe Auge Altona aus Hamburg, dem Kollektiv werkgruppe2 undden AnimationskĂŒnstler:innen von Studio Torp.

Zu sehen ist „Kollektive KreativitĂ€t“ online in der ARD Mediathek und am 9./10. November, 0:25 Uhr im MDR Fernsehen.

Podcast
1 STUNDE
13. Oktober 2022

Der sogenannte „Streamingboom“ hat in den letzten Jahren einiges an unseren Sehgewohnheiten verĂ€ndert. Neben der Art, wie wir audio-visuelle Geschichten rezipieren, verĂ€nderte sich auch in den letzten Jahren die Art der erfolgreichen GeschichtenerzĂ€hlung. Durch den Boom der Serien haben horizontal, ĂŒber mehrere Stunden erstreckende Geschichten eine Hochkonjunktur. RegelmĂ€ĂŸig werden in diesen Formaten neue Storykonventionen ausprobiert. Dies rĂŒckt die Drehbuchentwicklung und die Teamarbeit immer weiter in den Fokus.

Die Kunst der Drehbuchentwicklung
©Pexels

In unserer heutigen Folge beschĂ€ftigen wir uns mit dem Wandel der Narration im Film und in der Serie. Mit unserem Gast Drehbuchautor und Dramaturg Oliver SchĂŒtte, schauen wir uns an, wie heutzutage eine erfolgreiche Stoffentwicklung gelingen kann und wie kollaborative Teamarbeit im und außerhalb des Writersrooms zur Professionalisierung der Drehbuchentwicklung fĂŒhrt.

Die Kunst der Drehbuchentwicklung

Neben der Arbeit als Dramaturg und Drehbuchautor hat Oliver SchĂŒtte mehrere spannende Werke ĂŒber das Drehbuchschreiben und das Drehbuchverstehen geschrieben und herausgebracht. Sein aktuelles Werk „Die Kunst der Drehbuchentwicklung – Über die Zukunft des GeschichtenerzĂ€hlens“, können wir jedem empfehlen, der sich nochmal vertieft mit der Thematik des Drehbuchschreibens und der aktuellen Stoffentwicklung beschĂ€ftigen möchte. Erschienen ist das Buch im erschien im „Herbert von Halem Verlag“ – LINK

Gewinnspiel zur Folge

In dieser Folge können zwei Zuhörer*innen das neue Buch von Oliver SchĂŒtte „Die Kunst der Drehbuchentwicklung – Über die Zukunft des GeschichtenerzĂ€hlens“ gewinnen. Die Frage die bei diesem Gewinnspiel zu beantworten ist lautet: „Wie heißt das erste Buch ĂŒber das Drehbuchlesen von Oliver SchĂŒtte?“ Die Antwort findet ihr in der Folge. Schickt eure Antwort bis zum 30.10.2022 mit dem Betreff: „Drehbuch“ an unsere E-Mailadresse: comment@indiefilmtalk.de

Unser Gast

Oliver SchĂŒtte
Dramaturg / Drehbuchautor
Webseite – LINK
Weitere Buchveröffentlichungen – LINK

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Podcast
1:05 STUNDEN
18. November 2021

Kinder- und Jugendfilme sind eine wichtige SĂ€ule unseres weltweiten Kinomarkts. Sie können, wenn sie gut gemacht sind, auf kreative Art ein besonders breites Publikum zum Nachdenken bewegen und die jĂŒngsten, den Filmnachwuchs an die Kunst des filmischen erzĂ€hlens heranfĂŒhren. Der Kinderfilm kann verschiedene Genres bedienen und so lustig, spannend, fantastisch oder auch gruselig sein und hat durch die mögliche Zielgruppe eine gute Möglichkeit an der Kinokasse zu glĂ€nzen.

Der deutschsprachige Kinderfilm Jim Knopf und Lukas der LokomotivfĂŒhrer | R: Dennis Gansel | ©Warner Bros.
Jim Knopf und Lukas der LokomotivfĂŒhrer | R: Dennis Gansel | ©Warner Bros.

Bei der Recherche zu dieser Folge kam mir die Frage, warum trotz dieser Möglichkeiten des Kinderfilms dieser scheinbar weniger wahrgenommen wird als der „Erwachsenenfilm“?

Wie sieht es mit dem deutschsprachigen Kinderfilm aus?

In unserer heutigen Folge reden wir mit unseren GĂ€sten Medienwissenschaftlerin und Dozentin Margret Albers und Drehbuchautorin und Illustratorin Viola Lippmann ĂŒber den deutschsprachigen Kinder- und Jugendfilm. Wir gehen der Fragen nach, was einen guten Kinderfilm ausmacht und wie sich die Arbeit an Kinderfilmen von anderen Filmgattungen unterscheidet. Wir ergrĂŒnden zusĂ€tzlich gemeinsam wieso der Kinderfilm im deutschsprachigen Raum mehr Beachtung braucht und wieso es interessant sein kann sich als Filmschaffender des „Erwachsenenkinos“ mit dem Kinderfilm auseinander zu setzen.

Unsere GĂ€ste:

v.l.: Margret Albers, Viola Lippmann

Margret Albers
Medienwissenschaftlerin, Dozentin
Förderverein Kinderfilm – LINK
Akademie Kindermedien – LINK
Der besondere Kinderfilm – LINK



Viola Lippmann
Drehbuchautorin und Illustratorin
Webseite – LINK
Podcast des Förderverein Kinderfilm – LINK
Tak to Kids & Listen – LINK

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#43 SpielfilmdebĂŒt: Und die Arbeit danach mit Joya Thome

Podcast
1:12 STUNDEN
4. November 2021

Das Drehbuch ist die Grundlage fĂŒr jeden Film oder jede Serie. Ohne das geschriebene Wort, die ausformulierten Charaktere und die kreierte Welt, gibt es in der Regel nicht viel, was einen Film spĂ€ter ausmacht. Umso wichtiger ist es sich als Filmemacher*in oder Drehbuchautor*in weiter zu entwickeln und das Handwerk des Schreibens durch regelmĂ€ĂŸiges ĂŒben auszubauen.

Aber wie verbessert man das Schreibhandwerk? Und habt ihr schonmal darĂŒber nachgedacht, einfach drauf loszuschreiben und zu schauen was ihr fĂŒr spannende Geschichten in relativ kurzer Zeit umsetzen könnt?

Club23 – Ein Drehbuch in 23 Tagen schreiben – Geht das?

In unserer heutigen Folge reden wir mit den Drehbuchautoren Professor Robert Krause und Professor Florian Puchert ĂŒber den Weg zum fertigen Drehbuch. In unserem GesprĂ€ch schauen wir uns Techniken an, die helfen können schnell kreative zu arbeiten, reden ĂŒber Tricks die helfen können die Angst vor der Weißen-Seite zu verlieren und darĂŒber warum es auch mal gut sein kann regelmĂ€ĂŸig Skripts fĂŒr die eigene Schublade zu produzieren. Mit Club23 haben Florian und Robert nach langjĂ€hriger Arbeit als Drehbuchautoren ein spannendes Seminarprogramm fĂŒr Drehbuchautor*innen entwickelt, welches den Teilnehmenden wichtige Impulse fĂŒr das Schreibhandwerk bietet und zusĂ€tzlich die teilnehmenden Autor*innen befĂ€higt einen 1. Draft ihres Drehbuchs innerhalb von 23 Tagen fertig zu stellen. Neben dem Drehbuchseminar Vor-Ort bieten Florian und Robert auch Online-Kurse an. Hier habt ihr neben dem Drehbuchprogramm auch die Möglichkeit bei einem Treatmentprogramm von 5 intensiven Tagen teilzunehmen. Mehr Informationen zu Club23 findet ihr auf der Webseite – LINK

v.l. Prof. Florian Puchert, Robert Kraause

Robert Krause
Drehbuchautor/Regisseur
Scenario (Agentur) – LINK
BĂŒcher – LINK

Florian Puchert
Drehbuchautor
CrewUnited – LINK
freeX (Agentur) – LINK

Club23 Treatment in 5 Tagen

Falls ihr Interesse habt das Online-Treatmentprogramm von Club23 mit einem aktuellen Stoff von euch auszuprobieren haben wir fĂŒr euch noch einen Code. Mit dem Indiefilmtalkcode INDIE23 erhaltet ihr 30% Rabatt auf den Kurs – Link zu Club23

4 Buchtipps von Florian und Robert:

Die Kunst des Drehbuchlesens | Oliver SchĂŒtte – LINK

Die 1% Methode | James Clear – LINK

Der Weg des KĂŒnstlers | Julia Cameron – LINK

Drehbuchschreiben | Linda Seger – LINK

Save the Cat!: The Last Book on Screenwriting You’ll Ever Need | Blake Snyder – LINK

Spannende DrehbĂŒcher zum lesen:

Unsere Sammlung mit spannenden DrehbĂŒchern zum lesen – LINK

Vom ersten Drehbuch zum eigenen Langfilm! Das eigene Drehbuch in den HĂ€nden halten und keine zwei Jahre darauf folgt der Kinostart der eigens geschriebenen Komödie. Ein ungewöhnlicher schneller Weg, der fĂŒr Drehbuchautor Marcus Pfeiffer wahr wurde. Von der Werbebranche ging er seinem Wunsch nach, einen Langfilm zu schreiben und bewarb sich bei der Drehbuchwerkstatt MĂŒnchen. Er besuchte ein mehrmonatiges Stipendium und nutzte im Anschluss intensiv die Möglichkeit, auf dem Filmfest MĂŒnchen sein Werk zu pitchen und die geeignete Produktionsfirma zu finden. Das er so schnell nicht nur die richtige Produktionsfirma, sondern auch den richtigen Regisseur fand und der Film dann auch noch direkt produziert wurde – hĂ€tte er in dieser kurzen Zeit nicht erwartet.

Wir leben in einem Autorenzeitalter. Überall werden Geschichten gesucht.“

Marcus Pfeiffer
"Karl" (Milan Peschel) behĂ€lt den Überblick! Beckenrand Sheriff im Kino zu sehen
„Karl“ (Milan Peschel) behĂ€lt den Überblick! Beckenrand Sheriff im Kino zu sehen ©LEONINE – 2021

Neben seinem Weg vom Drehbuchautor zu seinem ersten Langfilm, erzĂ€hlt uns Marcus Pfeifer wie unperfekt ein Drehbuch zur Weitergabe sein darf, wie sinnvoll eine Agentur ist, warum man seine Nase mal in die Set-Arbeit stecken sollte und warum die besten Ideen stets unter der Dusche entstehen. Genau, richtig gelesen – wir unternehmen in dieser Folge einen kleinen Exkurs in die Hirnforschung und erfahren einiges Praktisches, um unsere kreativen KanĂ€le anzukurbeln. Also seid bereit fĂŒr eine weitere Folge des Indiefilmtalk-Podcast zum Thema Komödien schreiben, Ideen entwickeln und Set-Luft schnuppern!

Filmcrew Beckenrand Sheriff Komödie
Setfoto: v.l.n.r.: Torsten Breuer (Kamera), Marcus H. RosenmĂŒller (Regie), Milan Peschel („Karl“), Marcus Pfeiffer (Drehbuch), Dimitri Abold („Sali“), Robert Marciniak (Produktion) ©LEONINE – 2021

Unser Gast:

Marcus Pfeiffer
Drehbuchautor
Webseite – LINK
Scenario (Agentur) – LINK

Marcus Preiffer’s Geistesblitzmethode

WeiterfĂŒhrende Links:
Drehbuchwerkstatt MĂŒnchen – LINK
FFF Bayern – LINK
Leonine Studios – LINK
Lieblingsfilm – LINK

WeiterfĂŒhrende Literatur:
Steven Johnson: „Wo gute Ideen herkommen. Eine kurze Geschichte der Innovation“ – LINK
Mason Currey: „Daily Rituals: How Great Minds Make Time, Find Inspiration, and Get to Work“ – LINK
Bas Kast: „Und plötzlich macht es KLICK!“ – LINK

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