Teamarbeit

Kollektiv, Ko-Prozesse, Kollaboration, Kooperation, Ko-Kreation

Arbeiten im Team – Zusammenarbeit kennt viele unterschiedliche Formen und Bezeichnungen. Neben der wohl bekanntest Art, der Kooperation, gibt es verschiedenen Möglichkeiten, die eigenen FĂ€higkeiten mit anderen zu verbinden, um gemeinsam ein Projekt zu realisieren. Schnell kommt die Frage auf: „Ist die Arbeit beim Film nicht per se eine Teamarbeit? Also eine Arbeit, die in kleinen Kollektiven, in den verschiedenen Gewerken oder Departments stattfindet?“ Jein. Es kommt eben ganz darauf an, wie die Teamarbeit vonstattengeht. Sind alle gleichermaßen am Prozess beteiligt? Gibt es flache Hierarchien? Gibt es eine*n EntscheidungstrĂ€ger*in? Eine autoritĂ€re Kraft? Gibt es einen Auftrag, dem es zu folgen gilt? Dies setzt nicht außer Kraft, dass es keine konventionelle Arbeitsverteilung geben darf und jede*r alles machen soll. Viel mehr geht es darum, die StĂ€rken der Einzelnen sichtbar zumachen und bestmöglich im Projekt einzusetzen. Dies geht nur mit guter Kommunikation und einer großen Portion WertschĂ€tzung.

Open Mind Set: Die innere Haltung zÀhlt

Es gibt unterschiedlichen Formen des kollaborativen Arbeitens. Schon ein Team aus zwei Personen kann per Definition ein Kollektiv sein. Wichtig ist, wie sie miteinander arbeiten. Wie wird die FĂŒhrung gehandhabt? Wie wird miteinander kommuniziert? Es ist stets eine große Herausforderung, ob im kleinen oder großen Team multiperspektivisch zu arbeiten, die verschiedene Ideen, Gedanken, Stimmen und Meinungen zusammenzufĂŒhren. Wie können Arbeitsprozesse wie der Filmschnitt oder die RegiefĂŒhrung im Duo neu strukturiert werden? Was braucht es, um gemeinsam als Doppelspitze oder im grĂ¶ĂŸeren Team, wie beispielsweise in einem Writersroom, kollektiv zu arbeiten? In erster Linie Zeit und die Muße der Person gegenĂŒber zu vertrauen.

Egal ob vor oder hinter der Kamera, Teamwork bereichert die QualitÀt der Arbeit.
Teamarbeit vor und hinter der Kamera – Ein Vorteil fĂŒr alle!

Multiperspektivische Team: Vielschichtig und Krisensicher

Doch das Ergebnis lohnt sich. Gerade bei der Entwicklung der DrehbĂŒcher kann sich ein gut eingespielter Writersroom positiv auf die Entwicklung vielfĂ€ltiger Figuren und einem clever gespickten Storytelling wirken. Auch bei der Umsetzung am Set kann ein fest verknĂŒpftes Regisseur*innen-Duo Herausforderungen gemeinsam besser angehen und der Druck der Entscheidungen lastet somit nicht auf einzelnen Schultern. Diese Form der Entscheidungsverteilung bringt Ruhe und Sicherheit in die einzelnen Departments.

Zudem sind nachweislich diverse Teams krisensicherer. Durch die verschiedenen Erfahrungswerte können bestehende LĂŒcken eher abgedeckt werden. NatĂŒrlich benötig der Aufbau Zeit und vor allem gute Kommunikationsstrukturen und Strategien, um dialogisch im Team arbeiten zu können. Aber auf lange Sicht gesehen lohnt sich die MĂŒhe. FĂŒr die jeweiligen Teams und die Filme, die dabei entstehen.

Trends im Indiefilmtalk-Kosmos

In einem Team auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten ist gerade im Filmbereich noch keine SelbstverstĂ€ndlichkeit, aber ein Trend, den wir schon bei vielen Projekten beobachten durften. In den letzten Jahren sind uns immer wieder besondere Formen der Zusammenarbeit begegnet. Daher nutzen wir die Chancen und platzieren in der heutigen Folge kleine Ausschnitte von Filmschaffenden, die in ganz unterschiedlichen Arten ĂŒber ihre ganz individuelle Zusammenarbeit sprechen. Spoiler: Doppelspitzen in Regie, Drehbuch oder auch im Filmschnitt sind vielleicht ein neuer Trend, um Verantwortung fĂŒr Projekte gemeinsam zu ĂŒbernehmen. Oder was meint ihr? Welche Formen der kollektiven Arbeit sind euch im Filmbereich schon begegnet?

Ihr kennt noch weitere Formen der Zusammenarbeit in Departments die hier noch nicht genannt wurden? Meldet euch bei uns: comment@indiefilmtalk.de

Foto: v.l.n.r.: Track 15, Filmstill aus DRUCK, Anne JĂŒnemann und Carlotta Kittel, Filmstill aus LOVECUT.
Foto: v.l.n.r.: Track 15, Filmstill aus DRUCK, Anne JĂŒnemann und Carlotta Kittel, Filmstill aus LOVECUT.

Über folgende Episode haben wir gesprochen:

#09 Livetalk MSD | DRUCK: Crossmediales Storytelling
#81 | Filmmusik: Arbeit im Kollektiv und der Weg zur guten Filmmusik
#92 | Filmeditor*innen: Montieren im Team
#101 | LOVECUT: Ein starkes Duo

Mediathek-Tipp

unicato – Das Kurzfilmmagazin „Kollektive KreativitĂ€t“

„Wir“ Menschen leben zusammen, arbeiten zusammen, feiern zusammen, Schauen Filme zusammen. Auch hinter der Kamera entstehen diese Filme zusammen. Doch was ist es, das uns zusammenhĂ€lt?

unicato beleuchtet im November die Zusammenarbeit im Kurzfilm. Ob als Team, Allianz oder eben KĂŒnstlerkollektiv.

Moderator Markus Kavka spricht mit:
Theaterwissenschaftlerin und Moderatorin des Indiefilmtalk Podcast Susanne Braun, den Filmschaffenden der Gruppe Auge Altona aus Hamburg, dem Kollektiv werkgruppe2 undden AnimationskĂŒnstler:innen von Studio Torp.

Zu sehen ist „Kollektive KreativitĂ€t“ online in der ARD Mediathek und am 9./10. November, 0:25 Uhr im MDR Fernsehen.

Podcast
1:35 STUNDEN
21. Juli 2022

Direct Cinema: Das beobachtende Kino

Das Direct Cinema, CinĂ©ma VĂ©ritĂ© oder auch das beobachtende Kino sind Formen des Dokumentarischen. Im Kern geht es darum, die „AuthentizitĂ€t des filmischen Auftretens, so transparent wie möglich zu machen“, so Klaus Wildenhahn (Dokumentarfilmer). Besonders charakteristisch ist eine puristische, konzentrierte dokumentarische Form mit kaum oder gar keiner Musik, keiner oder nur wenigen Kommentaren. Das Direct Cinema fokussiert sich dabei auf das reine Beobachten, wĂ€hrend das CinĂ©ma VĂ©ritĂ© durchaus durch die PrĂ€senz der Kamera Provokationen evozieren möchte.

In der aktuellen Folge konzentrieren wir uns auf das Direct Cinema. Zusammen mit den Regisseuren Sebastian Winkels und Simon BrĂŒckner sprechen wir ĂŒber ihre dokumentarischen Arbeiten. Neben dem aktuellen Kinodokumentarfilm Eine deutsche Partei von Simon, erfahren wir auch von den Arbeitsweisen aus Sebastians Filmen, wie z.B: 7 BrĂŒder, Talking Money oder Mein schönes Leben (Nicht alles schlucken).

Welche Kniffe haben sie genutzt, um das Authentische ans Licht zu bringen? Welche innere Haltung ist wichtig, um herausfordernde Prozesse dokumentarisch zu begleiten? Was ist charakteristisch fĂŒr das Direct Cinema? Und warum ist das beobachtende Kino so wichtig fĂŒr uns und unsere Gesellschaft?

Zu Gast: Die Regisseure Simon BrĂŒckner und Sebastian Winkels

Simon studierte Sozialwissenschaften im Nebenfach an der Humboldt-UniversitĂ€t in Berlin und ist Initiator der selbstorganisierten Filmschule der FilmArche in Berlin. Das Dokumentarische und insbesondere das Direct Cinema begeistern ihn schon frĂŒh. Nach der Realisierung einiger Kurzfilmen, war ihm schnell klar, dass ihn das Reale mehr reizt als das Fiktive.

„Ich finde es gut, wenn ich Geschichten finde, anstatt sie zu erfinden.“

Simon BrĂŒckner

Sebastian kam als Kameraassistent zum Film. Seine Neugierde fĂŒr den Film wurde aber schon weit vor dieser TĂ€tigkeit durch die Super-8 Kamera entfacht. 1996 bewarb er sich fĂŒr das Kamerastudium der heutigen FilmuniversitĂ€t Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam und lernte dort den Dokumentarfilm fĂŒr sich kennen und lieben. Filmschaffende wie Raymond Depardon oder Frederik Wiseman (u.a.) waren fĂŒr ihn wichtige Wegbereiter, sich dem Dokumentarischen filmisch zu widmen. FĂŒr Sebastian ergeben sich aus den Mitteln des Dokumentarischen und insbesondere dem beobachtenden Dokumentarfilm andere Möglichkeiten, Welten, Themen, und Prozesse sichtbar zu machen.

„Der beobachtende Dokumentarfilm hat den Anspruch LebensrĂ€ume sichtbar zu machen, die wir noch nicht beschreiben, erfahren oder untersuchen konnten.

Sebastian Winkels

1998 lernten sich Simon und Sebastian bei einem Studentenfilm der DFFB kennengelernt. Seither arbeiten sie gemeinsam an ihren Dokumentarfilmprojekten und unterstĂŒtzen sich gegenseitig in ihren Vorhaben.

Eine deutsche Partei: Eine Beobachtung ĂŒber 2,5 Jahre

Film-Still aus Eine Deutsche Partei. Dokumentarfilm. Aaron Kimmig steht mittig im Bild mit einem Mikrofon auf offener Straße. Er ist Mitglied der Jungen Alternative: Die Aufnahme entstand am 13.08.21, bei einer Anti-Corona-Demonstration in Berlin.
Foto: Film-Still aus Eine Deutsche Partei – Aaron Kimmig, (Mitglied der Jungen Alternative) vom 13.08.21, bei einer Anti-Corona-Demonstration in Berlin | © Spicefilm

Über zwei Jahre begleitet der Regisseur Simon BrĂŒckner die AfD. Er nimmt die Haltung des neugierigen Forschers ein und ist mittendrin bei Fraktionssitzungen, Gremien auf regionaler Ebene oder dem Parteitag der AfD. Die entstandenen Filmaufnahmen fanden fĂŒr alle sichtbar und mit der Zustimmung der beteiligten Personen und Gremien statt. Die AfD hatte kein Mitspracherecht bei der Postproduktion. Gesa Marten und Sebastian Winkels editierten das Material und arbeiten ĂŒber ein Jahr am Filmschnitt. Ein essenzieller Prozess, der Sebastian, Simon und Gesa in einen wichtigen Austausch ĂŒber das entstandene Filmmaterial fĂŒhrt.

Ein Rendezvous mit der Bank und ein GesprĂ€ch mit sieben BrĂŒdern

Foto: Film-Still aus Talking Money | © déja-vu film

In seinem Dokumentarfilm Talking Money aus dem Jahre 2017, begibt sich Sebastian Winkels auf eine Weltreise und begleitet mit seinem Team ĂŒber 150 BankgesprĂ€che zwischen Bankier und Kunde. Egal, ob Bolivien, Georgien, Pakistan, Teheran oder der Schweiz – wir sind als Publikum dabei, wenn Kredite verhandelt oder Depos eröffnet werden.

Drei Jahre zuvor fĂŒhrt er Regie zusammen mit Jana Kalms und Peter Stolz beim Dokumentarfilm Mein schönes Leben (Nicht alles schlucken). Zwanzig Menschen mit Psychiatrieerfahrungen kommen in einem Stuhlkreis zusammen und berichten von ihren subjektiven Erfahrungen und Einblicken. Ganz durchmischt kommen neben den Betroffenen, Angehörige, Ärzt*innen und Pflegende zu Wort.

2003 realisiert Sebastian seinen Abschlussfilm an der FilmuniversitĂ€t Babelsberg, den Dokumentarfilm 7 BrĂŒder. Die Protagonisten erzĂ€hlen vor laufender Kamera aus ihrem Leben, ihrem VerhĂ€ltnis zu ihren Eltern und welche Erlebnisse sie untereinander bewegt und geprĂ€gt haben.

Foto: Film-Still aus 7BrĂŒder | Wolfgang Hufschmidt Jahrgang 1934 | © Piffl Medien

Die Freiheit des dokumentarischen Kinos

„Die Freiheit im Gucken ist das, wofĂŒr ich ins dokumentarische Kino gehe. Und ich finde diese Freiheit ist seltener geworden. Sie nimmt ab, nicht zu.“

Sebastian Winkels

Sebastian und Simon berichten, wie herausfordernd es durchaus sein kann Dokumentarfilmprojekte zu realisieren, die kein eindeutiges Ergebnis prognostizieren können. Aber welcher Dokumentarfilm kann das schon? Dabei fordert gerade die Form des Direct Cinema, nicht nur das Publikum auf mĂŒndig zu sein – sich in den Diskurs zu begeben, um eine eigene Antwort zu diskutieren – sondern schon die potenziellen Produzent*innen, Geldgeber*innen werden dazu aufgefordert, Ă€hnlich wie bei einem wissenschaftlichen Projekt, den Ausgang ergebnisoffen anzugehen. Nur so ist eine kĂŒnstlerische Forschung im Sinne des Direct Cinema ĂŒberhaupt möglich. Nur so können andere Wege gefunden werden, das Unbeschreibbare beschreibbar zu machen, das Unerfahrbare erfahrbar und das Unsichtbare sichtbar.

Unsere GĂ€ste

Simon BrĂŒckner
Regisseur
Webseite – LINK
Crew United – LINK
Eine deutsche Partei (Webseite) – LINK
Eine deutsche Partei (Podcast) – LINK

Sebastian Winkels
Regisseur
Crew United – LINK
7BrĂŒder – LINK
Mein schönes Leben (Nicht alles schlucken) – LINK
Talking Money – LINK

Ähnliche Folgen
#109 | Mein Vietnam: Der private Raum
#60 | Hybridformen des Dokumentarischen
#10 THE CASE YOU | Panel Diskussion

„Ich will mal Regiesseur*in werden!“

Der große Traum vom Film fĂ€ngt nicht selten bei dem Berufswunsch der Regie an. Als Regiesseur*in einen Film drehen. Mit der offensichtlichste oder eben bekannteste Beruf hinter der Kamera. Doch wie gestalten sich die Wege einzelner Filmschaffenden, die einst mit dem gleichen Berufswunsch angefangen haben? 

Jana Sterneckert (Script Continuity) und Nils StrĂŒven (Regieassistenz) berichten uns heute von ihrem Werdegang und ihrem Berufsalltag. Wie hat sich ihr Weg entfaltet und wie hat sich ihre Haltung zum ursprĂŒnglichen Berufswunsch verĂ€ndert? Welche FĂ€higkeiten sind fĂŒr die AusfĂŒhrung einer Regieassistenz oder eines Script-Supervisors essenziell?

Regieassistenz und Script Continuity, der Set-Alltag verbirgt viele spannende Berufe.
Setalltag – Was gibt es abseits der Regie noch fĂŒr spannende Berufsgruppen?

FachkrĂ€ftemangel allgegenwĂ€rtig! Ausbildungskonzepte eher spĂ€rlich…

Wir sprechen mit den beiden auch ĂŒber ihre individuellen Ausbildungswege. Was haben sie erlebt und als gut empfunden? Was wĂŒrden sie sich rĂŒckblickend von der Branche wĂŒnschen? Inwiefern ist die Filmbranche darauf ausgerichtet, diese wichtigen Berufsgruppen nicht nur als Autodidakten oder proaktive Quereinsteiger zu empfangen, sondern institutionell auszubilden?

In unserer letzten Folge #123 | FachkrÀftemangel: Wege aus einer aufkommenden Krise berichteten wir, welche aufkommenden Konzepte von einzelnen Institutionen gerade in ihrer Pilotphase stecken, um dem bestehenden FachkrÀftemangel entgegenzuwirken. Hört auch hier gerne noch mal rein!

Auch das Thema BerufsverbĂ€nde ist fĂŒr unsere GĂ€ste ein wichtiger Punkt. Wie wichtig ist es, sich in BerufsverbĂ€nden zu engagieren? Sein Wissen mit anderen zu teilen, um durch mehr SolidaritĂ€t bestehende MissstĂ€nde innerhalb der Branche aufzudecken und gestĂ€rkt neu zu verhandeln, ist wichtiger denn je.

Jana und Nils geben uns einen Einblick in ihre gesammelten Erfahrungen und ihre persönliche Meinung. Bspw. wie gut eigenen sich Serien um Trainees auszubilden? Wie realistisch ist es, innerhalb dieser Berufsgruppen auch noch im hohen Alter zu arbeiten? Wie gut sind Familie & Beruf miteinander zu vereinbaren?

Ihr wollt noch mehr Input von Jana und Nils? Dann hört euch den Directors Cut an und unterstĂŒtzt uns auf Steady! Wie das geht? Einfach auf Steady ein Abo deiner Wahl abschließen und den exklusiven Content hören. Weitere Infos findest du hier!

Eine Umfrage die Aufschluss ĂŒber den FachkrĂ€ftemangel geben soll

Am 31.05.2022 startete der Weiterbildungsverbund Media Collective eine Umfrage zum FachkrÀftemangel und dem Weiterbildungsbedarf im Filmproduktions- und Postproduktionsbereich. Koordiniert wird die Umfrage vom Erich Pommer Institut. Eine wichtige Umfrage, um aus der Perspektive der Produzent*innen und der Arbeitnehmer*innen bzw. SelbststÀndigen die Perspektive auf den gegenwÀrtigen FachkrÀftemangel, die akuten Weiterbildungsbedarfe und die dazugehörigen Rahmenbedingungen sichtbar zu machen.

Mitmachen könnt ihr ĂŒber folgende Links – Die digitale Umfrage dauert ca. 20 min.:

Zum Fragebogen fĂŒr Produzent*innen / Unternehmen
Zum Fragebogen fĂŒr Filmschaffende

Mehr Informationen zum Media Collective findet ihr hier – LINK

Unsere GĂ€ste

Jana Sterneckert
Script Continuity
Crew United – LINK

Nils StrĂŒven
Regieassistenz
Crew United – LINK
Webseite – LINK

WeiterfĂŒhrende Links:

Assistent Director Union (ADU) – LINK
Berufsverband Script Supervisor – LINK
Bundesverband Regie – LINK
Verband österreichischer Regieassistent*innen, AD’s und Script Supervisor – LINK
Artikel: „Systemwechsel: Regieassistenz oder Assistent Director?“ von Peter Hartig (out takes) – LINK

Ähnliche Folgen:
#123 | FachkrÀftemangel: Wege aus einer aufkommenden Krise
DFFB Session | “What is Showrunning?”

Heutzutage wird soviel gedreht wie nie in der Filmbranche zuvor. Dies ist auf der einen Seite ein Segen, da man als filmschaffende Person, eine gute Möglichkeit hat durchgĂ€ngig zu arbeiten. Auf der anderen Seite zeigt uns diese „Welle“ an Produktionen aber auch, dass wir bei dem Thema FachkrĂ€fte – Regieassistent*innen, Kameraassistent*innen, Boomoberator*innen, Make-upartist*innen, Gardrobier*innen etc. in den Jahren zuvor in dem Ausbau von Nachwuchs nachlĂ€ssig gewesen sind. Produktionen beklagen, dass sie Projekte wegen fehlender Crew-Mitglieder*innen absagen oder verschieben mĂŒssen. Aber wie gehen wir damit um? Warum ist dieses Thema auch im Independentfilmmaking so wichtig zu betrachten und LösungsansĂ€tze zu finden?

FachkrÀftemangel in der Filmbranche

Die Filmbranche und der FachkrÀftemangel

In unserem heutigen GesprĂ€ch reden wir ĂŒber den FachkrĂ€ftemangel in der deutschsprachigen Filmbranche. Mit unseren GĂ€sten Joachim Kosack (GeschĂ€ftsfĂŒhrer UFA) und Anna Schoeppe (GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Hessen Film) schauen wir uns an, warum das Fehlen von FachkrĂ€ften fĂŒr eine international agierende Industrie, wie die deutschsprachige Filmbranche, heikel sein kann und reden ĂŒber Möglichkeiten, um den Film und die Arbeit an diesem zugĂ€nglicher zu gestalten. ZusĂ€tzlich schauen wir uns verschiedene LösungsansĂ€tze an.

UFA Academie

Seit 2022 möchte die UFA mit der „UFA Academy“ gezielt FachkrĂ€fte fĂŒr die Filmbranche ausbilden und somit den Einstieg in die Filmbranche erleichtern. Ab Mai 2022 bilden sie in ihrem zwei-jĂ€hrigen Programm Quereinsteiger*innen fĂŒr die Bereiche Aufnahmeleitung, FilmgeschĂ€ftsfĂŒhrung, Regieassistenz und Script/Continuity aus und bereiten diese theoretisch wie praktisch auf die Arbeit am Set vor. Mehr Informationen zur „UFA Academie“ findet ihr auf der Webseite – LINK

Branchenqualifizierungs- und Weiterbildungsprogramm STEP

Das Programm STEP von der Filmförderung „HessenFilm und Medien“ startete bereits 2020 und unterstĂŒtzt Studierende, Film- und Medien Alumni sowie Quereinsteiger*innen bei der Qualifizierung in der Filmbranche. Bei dem Programm werden Produktionsfirmen bezuschusst, die Programmteilnehmer*innen in ihren Projekten mit aufnehmen, Weiterbildungen fĂŒr die Teilnehmer*innen monetĂ€r unterstĂŒtzt und Autor*innenstipendien vergeben. Das Programm möchte somit Nachwuchsförderung mit der Standortförderung verbinden. – Mehr zu STEP findet ihr auf der Webseite von „HessenFilm und Medien“ – LINK

Eine Umfrage die Aufschluss ĂŒber den FachkrĂ€ftemangel geben soll

Am 31.05.2022 startete der Weiterbildungsverbund Media Collective eine Umfrage zum FachkrÀftemangel und dem Weiterbildungsbedarf im Filmproduktions- und Postproduktionsbereich. Koordiniert wird die Umfrage vom Erich Pommer Institut. Eine wichtige Umfrage, um aus der Perspektive der Produzent*innen und der Arbeitnehmer*innen bzw. SelbststÀndigen die Perspektive auf den gegenwÀrtigen FachkrÀftemangel, die akuten Weiterbildungsbedarfe und die dazugehörigen Rahmenbedingungen sichtbar zu machen.

Mitmachen könnt ihr ĂŒber folgende Links – Die digitale Umfrage dauert ca. 20 min.:

Zum Fragebogen fĂŒr Produzent*innen / Unternehmen
Zum Fragebogen fĂŒr Filmschaffende

Mehr Informationen zum Media Collective findet ihr hier – LINK

Unsere GĂ€ste

Joachim Kosack
GeschĂ€ftsfĂŒhrer UFA GMBH | UFA SERIAL DRAMA GMBH
Webseite – LINK

Anna Schoeppe
GechĂ€ftsfĂŒhrein HessenFilm und Medien GmbH
Webseite – LINK

Ähnliche Folgen:
#119 | Intime Szenen richtig koordinieren
#92 | Crossover: Brainflicks meets Indiefilmtalk
#61 | DiversitÀt im Film: Noch immer ein Mythos?

Podcast
31. MĂ€rz 2022

Was macht eine IntimitĂ€tskoordinatorin? Und was genau ist ein Nudity Rider? Es ist ganz selbstverstĂ€ndlich, dass es bei kleinen und großen Stunts Expert*innen am Filmset braucht. Egal, ob es sich um einen kleinen Sturz oder eine intensive Kampfsequenz mit Explosionen handelt – alles muss sicher koordiniert und einstudiert sein. Stuntkoordinatoren sind hier gefragt und ĂŒbernehme teilweise auch die Parts der Schauspieler*innen, wenn es zu heikel wird. Bei intimen Szenen – Szenen, bei denen nackte Haut zu sehen ist oder intime Handlungen gezeigt werden – ist das noch nicht die Regel.

Unsere heutige GĂ€stin ist die erste IntimitĂ€tskoordinatorin in Deutschland – Julia Effertz. Sie berichtet von ihrem Werdegang und der Relevanz der IntimitĂ€tskoordination. Als IntimitĂ€tskoordinatoren agiert sie hĂ€ufig schon weit vor dem Drehbeginn: Angefangen von der Entsexualisierung einzelner Drehbuchzeilen bis hin zum Closed-Set beim Dreh begleitet sie die intimen Szenen.

Vom Schauspiel zur IntimitÀtskoordinatorin

Über das Schauspiel kam sie zu einem Workshop in London bei Ita O’Brien. Bei der britischen Regisseurin und Vorreiterin des Berufsfeldes des Initimacy Coordinators lernte sie die „Intimacy On Set Guidlines“ kennen und ließ sich als Intimacy Coordinator ausbilden. Ita O’Brien startete mit ihren Workshops und VortrĂ€gen eine wichtige und weiterhin anhaltende Bewegung innerhalb der Filmszene. Es geht darum, Sichtbarkeit und Bewusstsein fĂŒr die essenzielle Arbeit der IntimitĂ€tskoordination zu stĂ€rken. Die Wunden einer unerprobten Kampfszene ohne Stuntmen und Stuntwomen sind schnell zu erkennen. Die tief liegenden Wunden bei einer nicht koordinierten intimem Szenen sind unsichtbar, leicht zu verkennen und ziehen schwere Folgen mit sich.

Im Zuge des Weinstein-Falls und der daraus entstandenen #metoo Bewegung ist ein bewussterer Umgang in der Filmszene schon zu erkennen. Doch der Weg, bis die Rolle der IntimitĂ€tskoordinator*in die Norm sind, ist noch weit. DafĂŒr braucht es noch einige UnterstĂŒtzer*innen, mehr Produzent*innen und Regisseur*innen, die IntimitĂ€tskoordinator*innen mit einplanen und deren Expertise einfordern, einen Ausbildungsort, um IntimitĂ€tskoordinator*innen zu zertifizieren und Menschen, die diesen Beruf ausĂŒben. Aber der erste und wichtigste Schritt ist schon mal getan – eine IntimitĂ€tskoordinatorin ist schon mal da!

ErgĂ€nzung: Im Dezember 2021 erweiterte sich der Berufsverband Kampfchoreografie e.V. um die IntimitĂ€tskoordination. Die Erweiterung des neuen Bereichs wird zur Zeit von drei weiteren IntimitĂ€tskoordainator*innen gestaltet: Paula Alamillo Rodriguez, Cornelia Dworak, Florian Federl.

Unsere GĂ€stin

IntimitÀtskoordinatorin Julia Effertz zu Gast beim Indiefilmtalk Podcast
Julia Effertz | Foto: Teresa Marenzi

Julia Effertz
Schauspielerin / IntimitÀtskoordinatorin
Webseite: https://www.juliaeffertz.com
Crew United (IntimitĂ€tskoordinatorin) – LINK
Crew United (Schauspielerin) – LINK

WeiterfĂŒhrende Links:

Australien | Equity Intimacy Guidelines – LINK

Canada | KĂŒnstlergewerkschaft Actra – LINK

Finnland | IntimitĂ€ts-Richtlinien der Finnischen Filmförderung – LINK

Großbritannien | Richtlinien des Regieverbandes Directors UK – LINK

Großbritannien | Intimacy on Set Richtlinien – LINK

Großbritannien | Intimacy for Stage and Screen Richtlinien – LINK

Großbritannien | ICDN International Casting Directors Network – LINK

Neuseeland | Equity Guidelines – LINK

USA | KĂŒnstlergewerkschaft SAG-Aftra – LINK

Ähnliche Folgen:
#114 | THE CASE YOU: Film.Macht.Strukturen
#104 | Casten: Mit GefĂŒhl und Weitblick
#102 | Vielfalt im Film: Zahlen stÀrken DiversitÀt

Podcast
1:12 STUNDEN
4. November 2021

Das Drehbuch ist die Grundlage fĂŒr jeden Film oder jede Serie. Ohne das geschriebene Wort, die ausformulierten Charaktere und die kreierte Welt, gibt es in der Regel nicht viel, was einen Film spĂ€ter ausmacht. Umso wichtiger ist es sich als Filmemacher*in oder Drehbuchautor*in weiter zu entwickeln und das Handwerk des Schreibens durch regelmĂ€ĂŸiges ĂŒben auszubauen.

Aber wie verbessert man das Schreibhandwerk? Und habt ihr schonmal darĂŒber nachgedacht, einfach drauf loszuschreiben und zu schauen was ihr fĂŒr spannende Geschichten in relativ kurzer Zeit umsetzen könnt?

Club23 – Ein Drehbuch in 23 Tagen schreiben – Geht das?

In unserer heutigen Folge reden wir mit den Drehbuchautoren Professor Robert Krause und Professor Florian Puchert ĂŒber den Weg zum fertigen Drehbuch. In unserem GesprĂ€ch schauen wir uns Techniken an, die helfen können schnell kreative zu arbeiten, reden ĂŒber Tricks die helfen können die Angst vor der Weißen-Seite zu verlieren und darĂŒber warum es auch mal gut sein kann regelmĂ€ĂŸig Skripts fĂŒr die eigene Schublade zu produzieren. Mit Club23 haben Florian und Robert nach langjĂ€hriger Arbeit als Drehbuchautoren ein spannendes Seminarprogramm fĂŒr Drehbuchautor*innen entwickelt, welches den Teilnehmenden wichtige Impulse fĂŒr das Schreibhandwerk bietet und zusĂ€tzlich die teilnehmenden Autor*innen befĂ€higt einen 1. Draft ihres Drehbuchs innerhalb von 23 Tagen fertig zu stellen. Neben dem Drehbuchseminar Vor-Ort bieten Florian und Robert auch Online-Kurse an. Hier habt ihr neben dem Drehbuchprogramm auch die Möglichkeit bei einem Treatmentprogramm von 5 intensiven Tagen teilzunehmen. Mehr Informationen zu Club23 findet ihr auf der Webseite – LINK

v.l. Prof. Florian Puchert, Robert Kraause

Robert Krause
Drehbuchautor/Regisseur
Scenario (Agentur) – LINK
BĂŒcher – LINK

Florian Puchert
Drehbuchautor
CrewUnited – LINK
freeX (Agentur) – LINK

Club23 Treatment in 5 Tagen

Falls ihr Interesse habt das Online-Treatmentprogramm von Club23 mit einem aktuellen Stoff von euch auszuprobieren haben wir fĂŒr euch noch einen Code. Mit dem Indiefilmtalkcode INDIE23 erhaltet ihr 30% Rabatt auf den Kurs – Link zu Club23

4 Buchtipps von Florian und Robert:

Die Kunst des Drehbuchlesens | Oliver SchĂŒtte – LINK

Die 1% Methode | James Clear – LINK

Der Weg des KĂŒnstlers | Julia Cameron – LINK

Drehbuchschreiben | Linda Seger – LINK

Save the Cat!: The Last Book on Screenwriting You’ll Ever Need | Blake Snyder – LINK

Spannende DrehbĂŒcher zum lesen:

Unsere Sammlung mit spannenden DrehbĂŒchern zum lesen – LINK

Podcast
1:16 STUNDEN
1. Juli 2021

Script development is predominantly an activity focused on writing and re-writing.  (
) Re-writing starts with the feedback of others, at this point the writer needs to step back from his work, allowing others to read, comment, possibly suggest (sometimes even demand) changes. This can be a tortuous moment for writers.

Franz Rodenkirchen: „Trusting Ariadne’s thread

Egal ob im Team oder allein, der Prozess der Drehbuchentwicklung ist sensibel. Wie lese ich das Drehbuch einer anderen Person? Wie gebe ich konstruktiv Feedback? Was genau macht ein Script-Consultant?

Die hohe Kunst des wertschĂ€tzenden, konstruktiven Feedbacks ist zwar in aller Munde, aber bei weitem sind kaum grundlegenden Feedbackregeln bekannt, geschweige denn werden sie angemessen angewendet. Doch welche Form des Feedbacks kann fĂŒr die ungewöhnliche Textform des Drehbuchs angewendet werden? Was ist sinnvoll – fĂŒr das Drehbuch und die Drehbuchautor*innen? Was ist hilfreich fĂŒr den kreativen Schaffensprozess?

Weg von qualitativen Statements und weg von formelhaften Aussagen berichten uns Script-Consultant Françoise von Roy und Franz Rodenkirchen von ihrer Kerntechnik dem Spiegeln. Außerdem erzĂ€hlen sie uns, was fĂŒr sie in der Zusammenarbeit mit Drehbuchautor*innen wichtig ist.

Script-Consultant Franz Rodenkirchen und Françoise von Roy von solace23 Indiefilmtalk Podcast mit Susanne Braun
Script Cosultant: Franz Rodenkirchen und Françoise von Roy | Foto © solace23

Françoise von Roy
Script Consultant
Webseite – LINK

Franz Rodenkirchen
Script Consultant
Webseite – LINK

Ähnliche Folgen:
#01 Livetalk Master School Drehbuch | Zwei Köpfe eine Sprache
#07 Livetalk Master School Drehbuch | Writing on HAUSEN

Über die ĂŒblichen KanĂ€le hinaus

(…) DRUCK“ ist eines der bemerkenswertesten Jugend-TV-PhĂ€nomene der vergangenen Jahre und sorgt kontinuierlich ebenso fĂŒr hohe erzĂ€hlerische QualitĂ€t wie fĂŒr frenetischen Zuspruch aus der jungen Zielgruppe. (…)

BegrĂŒndung der Jury, Grimme-Preis Spezial

FĂŒr ihre herausragende Darstellung der „Nora“ erhĂ€lt Mina-Giselle RĂŒffer den Grimme-Preis Spezial. Das Jugend-TV-PhĂ€nomen – eigentlich muss es heißen Jugend-Web-PhĂ€nomen – fĂ€llt nicht nur durch die ausgezeichnete schauspielerische Leistung auf, sondern auch durch das besondere crossmediale Konzept. Pro Woche erscheint eine Folge zwischen 10 und 40 Minuten. Diese können ĂŒber den offiziellen YouTube-Kanal, wie eine ganz normale Serie gestreamt werden. ZusĂ€tzlich werden die Folgen in einzelne Clips unterteilt, welche in Echtzeit ĂŒber den Verlauf einer Woche auf den Social Media KanĂ€len gestreut werden. Innerhalb der Serie ist die Verwendung von Sprachnachrichten, Dialoge ĂŒber ChatverlĂ€ufe und das Durchstöbern sozialer KanĂ€le fester Bestandteil der narrativen ErzĂ€hlweise. DarĂŒber hinaus dienen Instagramprofile der Serien-Charaktere als Avatare, um eine interaktive Kommunikation mit der Fanbase zu ermöglichen. Auch ein offizieller Telegram-Kanal wird als Kommunikationstool von funk angeboten und von den Fans ausgiebig genutzt.

SKAM – Der Ursprung aus Norwegen

Der bekannte norwegische VorgĂ€nger SKAM bietet die erste Vorlage fĂŒr den Auftakt der ersten Staffeln. DRUCK ĂŒberlebt ihren VorgĂ€nger und wĂ€chst weiter. Inzwischen sind sie in der sechsten Staffel angekommen und sprechen von der sogenannten 2. DRUCK-Generation. Um zu verstehen, was es braucht, um solch eine Jugendserie zu kreieren, gehen wir mit der Regisseurin Joya Thome und dem Drehbuchautor Jonas Lindt ins GesprĂ€ch. Sie berichten uns vor ihrer Arbeit an dem crossmedialen Konzept der Webserie DRUCK. Welche besonderen inhaltlichen und technischen Umsetzung mĂŒssen beachtet werden? Was muss beim Drehbuchprozess crossmedial mitgedacht werden und was bedeutet dies fĂŒr den Dreh und die Arbeit mit den Schauspieler*innen?

Joya Thome
Regisseurin
Agentur – LINK
Crew United – LINK
Film macht Schule – LINK

Jonas Lindt
Drehbuchautor, Schreibkollektiv Q3
Schreibkollektiv Q3 – LINK
Crew United – LINK

Joya Thome war schon mal bei uns! Hört mal rein!

#43 | SpielfilmdebĂŒt: Und die Arbeit danach

WeiterfĂŒhrende Links

DRUCK – Die Serie (offizieller YouTube-Kanal) – LINK
Fanprojekt „Druck Experience Bot“ (Telegram Kanal) – unter @DruckExperienceBot auf Telegram
funk (Homepage) – LINK

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Livetalk Master School Drehbuch | Writing on HAUSEN
Livetalk Master School Drehbuch | Zwei Köpfe eine Sprache

Foto: Sira-Anna Faal, Nhung Hong | © Bantry Bay / Carolin Saage

Podcast
1:30 Stunden
13. Mai 2021

Drehbuch, Produktion und Regie. Iliana Estañol (Regisseurin) und Johanna Lietha (Regisseurin) arbeiteten von Anfang an als festes Team in allen drei Departments. In einem Londoner Regie & Schauspiel-Workshop lernten sie sich kennen und entschieden zusammen ihren ersten Langfilm zu entwickeln. Zu ihrem SpielfilmdebĂŒt LOVECUT fĂŒhrten sie ein Streetcasting durch und casteten ĂŒber 340 Jugendliche. FĂŒr die Laiendarsteller*innen konzipierten sie intensive Workshops, um sie an die Arbeit am Set heranzufĂŒhren. Doch wie lassen sich die passenden Charaktere finden? Wie gestaltet sich die Arbeit mit Jugendlichen zu sensiblen Themen wie Liebe und SexualitĂ€t? Und wie bleibt die AuthentizitĂ€t der Laien unangetastet?

LOVECUT von Iliana Estañol, Johanna Lietha mit Laiendarsteller*innen
LOVECUT von Iliana Estañol, Johanna Lietha | © Stadtkino Filmverleih

Die beiden Regisseurinnen haben sich viel Zeit genommen, um gemeinsam mit den Jugendlichen Szenen und Figuren zu erarbeiten, verschiedene Perspektiven gemeinsam zu entdecken, um daraus episodenhaft ihren Film zu kreieren. Im laufenden Prozess der verschiedenen Workshops ĂŒberarbeiteten sie ihr Drehbuch stets auf’s neue und entwickelten schlussendlich die Geschichten von BEN (Max Kuess) und LUKA (Lou von Schrader), MOMO (Melissa Irowa) und ALEX (Valentin Gruber) sowie von JAKOB (Kerem Abdelhamed) und ANNA (Sara Toth).

In dieser Folge sprechen Iliana Estañol und Johanna Lietha ĂŒber ihre intensive Arbeit mit den Laiendarsteller*innen und die Zusammenarbeit als Duo der Departments Drehbuch, Regie und Produktion.

Im Nachtrag findet ihr noch ein kleines Extra, denn Iliana Estañol hat uns noch mal detailliert etwas zu der Herangehensweise der intimen Szenen berichtet. Welche Departments sind involviert und welche Absprachen im Vorfeld sind unabdingbar. Also bleibt bis zum Ende dran!

Iliana Estañol
Regisseurin
Crew United – LINK

Johanna Lietha
Regisseurin
Webseite – LINK

WeiterfĂŒhrenden Links:

LOVECUT
Webseite – LINK
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Instagram – LINK
Film streamen bei Amazon – LINK

BĂŒcher
Aronson, Linda: The 21th Century Screenplay: A Comprehensive Guide to Writing Tomorrow’s Films. Australia 2010. – LINK

Batson, Susan: Truth: Personas, Needs and Flaws in the Art of Building Actors and Creating Characters. 2014. – LINK

Ähnliche Folgen:
Livetalk Master School Drehbuch | Zwei Köpfe eine Sprache

Podcast
01:03 STUNDE
10. Dezember 2020

Working on HAUSEN

„Was ist die Hauptgeschichte? Was die B-Story? Was ist die C-Story? Was sind die Beats, die jeder dieser Geschichten braucht, um zu ihrem Ende zu kommen?“ (Till Kleinert)

Die Sky-Serie HAUSEN reiht sich in die noch ĂŒbersichtliche Sammlung von Mystery-Serien ein. Formate wie DARK oder eben HAUSEN zeigen, dass der deutschsprachige Serienmarkt das vertraute GewĂ€sser von Dramen und Krimis verlĂ€sst, um den eigenen Horizont um neue Ufer zu erweitern. Doch wie entsteht die Idee fĂŒr eine Mystery-Horror-Serie wie Hausen und wie kommt diese dann zu einem der großen Player im Streamingbusiness?

© Sky Deutschland/Lago Film GmbH/Sammy Hart
© Sky Deutschland/Lago Film GmbH/Sammy Hart

2016 war an ausgefallene Genre-Formate nicht zu denken. Erst nach und nach wendet sich der Markt der Streamingdienste von der monochromen Palette der Krimis und Dramen ab, um sich fĂŒr die Vielfalt des Genres zu öffnen. Von der ersten Idee eines Serienstoffes hin zu der erfolgreichen Produktion und Vermarktung vergingen weit ĂŒber 10 Jahre.

Die beiden Headautoren Till Kleinert und Anna Stoeva von HAUSEN geben uns einen kleinen Einblick in ihre gemeinsame Arbeit, die Entstehung der Serienidee und geben Tipps sowie Hinweise: Wo und wie können erste Anfangsideen ausgearbeitet werden? Wie geht es weiter, sobald die Produktionsfirma feststeht und die Treatments ausgearbeitet werden können?

Till Kleinert realisierte eigenwillig in Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Schattenkante sein DebĂŒt, den Genrefilm DER SAMURAI. Mittels einer Crowdfunding-Kampagne setzte sich Till Kleinert mit seiner Idee durch und finanzierte seinen Film ohne die RĂŒckenstĂ€rkung einer Fernsehförderung.

Anna Stoeva und Till Kleinert entwickelten den Serienstoff HAUSEN in Zusammenarbeit mit ihrem sechsköpfigen Writersroom (Linus de Paoli, Erol Yesilkaya, Alexandra Schulz, Annett Gröschner).

Die GĂ€ste:

GĂ€ste bei dieser Folge v.l. Till Kleinert (Autor, Regisseur), Anna Stoeva (Autorin, Produzentin)
GĂ€ste bei dieser Folge v.l. Till Kleinert (Autor, Regisseur), Anna Stoeva (Autorin, Produzentin)

Till Kleinert
Autor, Regisseur
CrewUnited – LINK

Anna Stoeva Autorin, Produzentin
IMDB – LINK

WeiterfĂŒhrende Links:

Hausen Serie bei Sky – LINK

Midpoint-Institute – LINK

Hofbauer-Kongress – LINK

Film School Fest MĂŒnchen – LINK

Trailer – DER SAMURAI (2014) – LINK

Hört auch in unsere Folgen rein, bei denen Anna Stoeva und Linus de Paoli schon zu Gast gewesen sind!

Anna Stoeva DFFB Session | “What is Showrunning?”

Linus de Paoli in #42 | Subtil auffallen: Der Film als subversive Kunstform

Titelbild: © Sky Deutschland/Lago Film GmbH/Sammy Hart

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