Was passiert, wenn ein Film nicht innerhalb weniger Wochen entstehen muss? Was passiert wenn die Produktion keiner klassischen Produktionslogik folgt und sich eine Geschichte stattdessen gemeinsam mit ihren Figuren und den Menschen vor oder hinter der Kamera über Jahre entwickeln darf? Ein spannendes Experiment, welches sich die Filmschaffenden hinter unserer heutigen Folge „einfach“ einmal angenommen haben.

Einen Spielfilm innerhalb von 8 Jahren
Independent-Filmemachen bedeutet oft, aus begrenzten Mitteln möglichst viel herauszuholen. Es kann aber auch bedeuten, genau diese Begrenzungen zum Teil des kreativen Prozesses zu machen und Produktionsweisen neu zu denken. In unserer heutigen Folge sprechen wir mit Regisseurin, Editorin und Produzentin Lotta Schwerk über ihr Spielfilmdebüt „Ninja Motherf*cking Destruction“ und darüber, wie aus einer gemeinsamen Leidenschaft fürs Filmemachen ein spannendes Langzeitprojekt wurde.

Wie hält man ein Team acht Jahre zusammen?
In unserem Gespräch reden wir mit Lotta über ihre Herangehensweise an ihr Spielfilm-Debüt und wie sie es geschafft hat ein Team über einen so langen Zeitraum für ein No-Budget-Projekt zu begeistern? Lotta erzählt uns, warum flache Hierarchien und gemeinsame Verantwortung für das Projekt entscheidend waren und wie tägliche Feedbackrunden, gemeinsame Rituale und spielerische Teambuilding-Aktivitäten halfen, aus einer Filmcrew eine Gemeinschaft entstehen zu lassen, die über viele Jahre zusammenarbeitete.

Gast
Lotta Schwerk | Filmemacherin – LINK
Lotta Schwerk ist Regisseurin und Produzentin. Ihr Spielfilmdebüt „Ninja Motherf*cking Destruction“ feierte beim Filmfestival Max Ophüls Preis Premiere, gewann beim Achtung Berlin Film Festival den Preis für Beste Regie und läuft seit Juli 2026 im Kino. Neben ihrer eigenen Filmarbeit ist sie als Kuratorin, Festivalmoderatorin und Regieassistentin tätig, unter anderem für YOUKI, Berlinale Generation und KUKI.
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