Filme werden oft in Kategorien wie „hochwertig“ oder „anspruchsvoll“ eingeteilt, doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem so zentralen Begriff der Qualität? Ist Qualität ein objektiver Maßstab, eine rein institutionelle Vorgabe oder am Ende doch eine unplanbare Resonanz im einzelnen Individuum? Besonders in der Filmbranche, die zwischen künstlerischer Vision und dem Wunsch nach gesellschaftlicher Relevanz schwankt, stellt sich die Frage: Wie beeinflussen unterschiedliche Qualitätsbegriffe unser Schaffen und welche Rolle spielt dabei der Mut zum Risiko?

Let’s talk about Qualität in der Filmbranche
In unserer heutigen Folge beschäftigen wir uns, in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, mit dem Thema Qualität im Film. Was bedeutet Qualität heutzutage? Ist es überhaupt Teil des Filmhandwerks, gängigen Qualitätsstandards zu entsprechen, oder sollte sich die Kunst vollständig von starren Bewertungskriterien freisprechen? Gemeinsam mit unseren Gästen, der Regisseurin Susanne Heinrich und Helge Albers (Geschäftsführer der MOIN Filmförderung), begeben wir uns auf die Suche nach den „Qualitäten“ in der Branche. Ergänzend dazu hören wir spannende Einschätzungen von Produzentin und Professorin Anna de Paoli, die ihre Gedanken zu dem von ihr ins Leben gerufenen Diskursformat „Tendenzen“ mit uns teilt.
Filmuni Gesprächsreihe Tendzen mit dem Thema Qualität
In der Panelreihe Tendzen beschäftigt sich Anna mit spannenden und wichtigen Themen der Filmbranche. In dieser intensiven Werkstattgesprächsreihe, lädt die Universität spannende Filmemacher*innen und Akteur*innen ein, um über spezifische Aspekte in der Filmarbeit zu sprechen und sich im Dialog mit den Teilnehmenden dem Thema zu Nähern. Der Fokus der aktuellen Reihe ist der „Qualitätsbegriff“.
Unsere Gäste
Susanne Heinrich – Regisseurin / Autorin | Webseite
Susanne Heinrich ist Autorin, Regisseurin und Absolventin der Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin. Nach mehreren veröffentlichten Romanen und Erzählbänden feierte sie mit ihrem Spielfilmdebüt Das melancholische Mädchen ihren Durchbruch, das 2019 mit dem Max-Ophüls-Preis als Bester Spielfilm ausgezeichnet wurde. In ihren Arbeiten verbindet sie gesellschaftliche Beobachtung mit feministischen Perspektiven und einer eigenständigen filmischen Handschrift. Neben ihrer Arbeit als Filmemacherin ist sie als Dozentin, Jurymitglied und Autorin tätig. Ihr neuer Film Die miserable Mutter feiert 2026 beim Filmfest München premiere.
Webseite – LINK
Helge Albers – Geschäftsführer Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
Helge Albers ist seit April 2019 Geschäftsführer der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Als Produzent gewann er für „Havanna, Mi Amor“ und „Above and Below“ den Deutschen Filmpreis. Seine Erfahrungen als Produzent, Geschäftsführer des VDFP (jetzt Produzent*innenverband), als Mitglied im Vergabeausschuss der FFA und Berater des World Cinema Fund haben ihn letztlich zur nördlichsten Filmförderung Deutschlands gebracht.
MOIN Filmförderung Webseite – LINK
Anna de Paoli – Professorin für Filmproduktion Filmuniversität Konrad Wolf
Anna de Paoli wurde 2024 auf die Professur für Filmproduktion an der Filmuniversität berufen. Mit ihrer Firma Schattenkante produziert sie vielfach preisgekrönte Auteur-Genre-Kinofilme und gründete die Filmbildungsinitiative FILM MACHT SCHULE. Ihr filmpolitisches Engagement als Mitverfasserin der Frankfurter Positionen setzt sie u.a. im Hauptverband Cinephilie und der Initiative Zukunft Kino+Film fort.
Filmuniversität Barbelsberg Konrad Wolf – LINK
Initiative Film Macht Schule – LINK
Weiterführende Links
Webseite Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf – LINK
Mehr Informationen zum Produktionsstudiengang – LINK
Ähnliche Folgen
#01 | Filmuni x Indiefilmtalk: Purpose – Wozu der Schweiß?
#175/01 | Deutscher Film heute: Eine Frage der Wahrnehmung