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Podcast
1:34 STUNDEN
21. September 2023

Wie macht man einen Dokumentarfilm postum?

Als der Filmstudent Steffen Meyn bei der RĂ€umung des Hambacher Forstes 2018 von einem Baum stĂŒrzt und dabei tödlich verunglĂŒckt, lĂ€uft seine Kamera weiter. Er trug sie – auf einen Helm geklebt – auf seinem Kopf. Eine Person von der Polizei hebt sie damals auf und packt sie in eine TĂŒte. Die wurde dann von Hand zu Hand weitergegeben, bis sie schließlich auf einer Polizeistation landete. Als die trauernden Eltern das Filmmaterial ihres Sohnes endlich wieder bekommen, stand die Frage im Raum – was tun damit? Steffen Meyn hatte ĂŒber zwei Jahre hinweg die Besetzung im Hambacher Forst mit der Kamera begleitet, war dabei als BaumhĂ€user gebaut wurden, lernte klettern, tauschte sich mit den Aktivist*innen ĂŒber ihre Motivationen aus. UrsprĂŒnglich wollte er mit dem Material ein VR-Erlebnis kreieren, das den Wald erlebbar macht, wenn der nicht mehr da sein wird. Es ist ein Projekt, das nie zustande kommt. Stattdessen baten Steffen Meyns Eltern Freund*innen ihres Sohnes, einen Film aus dem Material zu machen. Keine leichte Aufgabe, erzĂ€hlt Fabiana Fragale im RĂŒckblick:

„Kilian sagt das immer so schön. Er sagt: Das haben wir ja nicht ausgesucht – das Material -, das ist einfach auf uns gekommen, ĂŒber eine Scheißsituation. NĂ€mlich, weil ein richtig guter Freund von uns gestorben ist.“

Ist ein kreativer Prozess ĂŒberhaupt möglich, wenn alle wie erstarrt sind und trauern? Eine Antwort darauf ist Pragmatismus. Jens MĂŒhlhoff machte den Start und fing an das Material zu sortieren. Eine Herausforderung dabei – Steffen Meyn hatte zum großen Teil mit einer 360 Grad-Kamera gedreht, die er auf seinem Kopf trug. Auf diese Weise filmte er sein gesamtes Umfeld. Dabei entstanden zwei Bilder, die in der Nachbearbeitung erst einmal von Hand zusammengefĂŒgt werden mussten, um ein 360-Grad-Bild zu bekommen. Im Schnitt mussten dann aus diesen Rundumbildern einzelne Bilder ausgewĂ€hlt werden. Wenn sie im Prozess dann umgeschnitten haben, erzĂ€hlt Fabiana, dann mussten sie auch die Bilder neu wĂ€hlen. Material, das aber auch Vorteile hatte, erzĂ€hlt sie: „Zum Beispiel kannst du dann eine Situation im GesprĂ€ch von zwei Leuten – Steffen stand in der Mitte, zwei Leute haben geredet -, in dieser Situation kannst du dann einmal zu einer Person schwenken und dann kannst du plötzlich gegenschneiden und der anderen Person zuhören. Und dann kannst du aber auch noch rauszoomen und alle drei gleichzeitig sehen. Das heißt, du entscheidest das, was du eigentlich am Filmset entscheidest im Schnittraum.“

Steffen hoch oben in einem der 86 BaumhÀuser des Hambi (Hambacher Forst) © W-FILM

Wie geht kollektives Arbeiten?

Wie kommt man jetzt zu dritt auf eine Geschichte, die mit diesem Material erzĂ€hlt werden kann? Im ersten Schritt haben alle individuelle Timelines erstellt – mit ihren Lieblingsszenen. Als sie die verglichen haben, stellten sie fest, dass es gar nicht so viele Überschneidungen gab. Wie also weiter? Neben dem reinen Bildmaterial schwingt auch immer die Thematik mit. Die Besetzung, die RĂ€umung und auch der Tod von Steffen Meyn waren öffentlich und bewegten sich in einem politisch aufgeladenen Spannungsfeld. Denn Medien, Politik und Aktivist*innen rangen um eine Bedeutungshoheit dieses Todes, erzĂ€hlt Fabiana Fragale im Podcast. Dort eine eigene Position zu finden war ein Spagat, erinnert sich Jens MĂŒhlhoff:

„Was ein ganz großer Spagat war, war einerseits Steffen als Person, der wir emotional nah sein wollten. Andererseits wollten wir aber auch unglaublich viel politisch da drin verhandeln. Und dieser Spagat der hat, glaube ich, eine sehr lange Genese in diesem Prozess gehabt.“

Auch die Arbeit zu dritt stellte die drei Regisseur*innen immer wieder vor Herausforderungen. Denn alle hatten eine individuelle Beziehung zu ihrem verstorbenen Freund und unterschiedliche Vorstellungen davon, wie der Film am Ende aussehen sollte. „Wir hatten den Film mehrmals fast fertig – ob jetzt im Kopf, oder im Schnittraum – und sind dann noch mal ein gutes StĂŒck zurĂŒck“, erzĂ€hlt Kilian Kuhlendahl, „wenn man viel umwerfen muss, dann muss man das tun und dann gibt es auch einen Grund dafĂŒr.“ Diese Entscheidungen liefe nicht ohne Diskussionen und Kompromisse im Schnittraum ab.

Im Herbst 2018 wurde der Hambacher Forst im Auftrag durch das nordrhein-westfÀlische Innenministerium mittels der Polizei gerÀumt © W-FILM

Die Filmfigur Steffen Meyn

Am Ende entstand ein Film, der mit der ursprĂŒnglichen Idee von Steffen Meyn nicht mehr viel zu tun hatte. Und auch er – als Mensch und Freund – ist ein StĂŒck weit Teil einer konstruierten Dramaturgie geworden. Kilian Kuhlendahl:

„Wir hatten jahrelang eine Filmfigur konstruiert und wussten, dass wir bestimmte Szenen auf eine bestimmte Weise schneiden, weil es gerade in die Dramaturgie passt. Und, dass der reale Steffen, der Mensch, um den ich trauere, jemand anders ist, als die Figur in diesem Film.“

Am 21. September kommt der Dokumentarfilm “Vergiss Meyn Nicht” in die deutschen Kinos. Das Besondere an diesem Film ist, er ist postum entstanden. In dieser Folge sprechen wir darĂŒber, wie das eigentlich geht. Mit welchen Herausforderungen ist das verbunden und was kann und sollte man dabei beachten? DarĂŒber sprechen wir mit den drei Regisseur*innen des Films: Fabiana Fragale, Kilian Kuhlendahl und Jens MĂŒhlhoff.

Unsere GĂ€ste

Fabiana Fragale
Regisseurin & Filmemacherin
Website – https://www.fabianafragale.com/

Kilian Kuhlendahl
Regisseur*in und Autor*in von erzÀhlerischen Formaten wie Hörbuch und Graphic Novel
Website – http://www.kkuhlendahl.de/

Jens MĂŒhlhoff
Regisseur und Filmemacher
Website – https://www.jensmuehlhoff.de/

WeiterfĂŒhrende Links
W-Film – https://www.wfilm.de/vergiss-meyn-nicht/kinotermine/

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Filmanalyse fĂŒr Filmschaffende

– Und wie man durch das Filmschauen Filmemachen lernt –

Inhalt und Gestaltung sind das HerzstĂŒck einer filmischen ErzĂ€hlung. Getrennt voneinander existieren sie nicht. Der Stil eines Filmes, die Stimmung einer Szene oder die besondere Wirkung einer Sequenz resultieren erst aus dem Zusammenspiel der Elemente: Kameraeinstellung, Montage, Farbdramaturgie, Symbolik, Set Design, Schauspiel, Ton, Musik etc. Vieles lĂ€sst sich schon beim Drehbuchschreiben konzipieren. Manchmal sind wir uns unserer stilistischen Entscheidungen aber gar nicht so bewusst oder sehnen uns nach mehr KreativitĂ€t. Wie können wir also unser filmtechnisches Denken und Handwerk erweitern, um mehr Inszenierungsmöglichkeiten vor Augen zu haben? Durch die Filmanalyse.

Bewusstes Filmschauen durch die Filmanalyse

Nicht jeder Film erfindet natĂŒrlich das Rad neu. FĂŒr verschiedene Genres und Formate haben sich bestimmte Konventionen etabliert – das wird z.B. klar wenn man sich den unterschiedlichen Rhythmus von Komödien und Dramen ansieht. Diese können befolgt aber auch bewusst gebrochen werden. Viele Entscheidungen sind natĂŒrlich an Produktionsbedingungen gebunden, andere gestalten Filmschaffende auch unbewusst, denn jeder ist schließlich auch von den eigenen Sehgewohnheiten beeinflusst. Gerade deshalb kann es hilfreich sein, die persönlichen Vorlieben und somit die Arbeit anderer Filmschaffenden genauer zu erforschen. Also nun, auf zur Filmanalyse, so vergehen die Lockdown-Tage im Nu.

Vertikale Montage von Sergej M. Eisenstein Quelle: Wikimedia Commons — By ĐĄ.М. Đ­ĐčĐ·Đ”ĐœŃˆŃ‚Đ”ĐčĐœ (Đ ĐžŃŃƒĐœĐŸĐș Оз статьо „ВДртОĐșĐ°Đ»ŃŒĐœŃ‹Đč ĐŒĐŸĐœŃ‚Đ°Đ¶“ 1940 Đł.) [Public domain]

Wie analysiere ich einen Film? Damit das Ganze am meisten Spaß macht, empfiehlt es sich natĂŒrlich, einen Film zu wĂ€hlen, den ihr gut findet und möglicherweise schon öfter gesehen habt. Nach einer (erneuten) Sichtung ĂŒberlegt ihr euch, welche Szene(n) ihr nun genauer unter die Lupe nehmen wollt. Spielt diese nochmal ab. Als nĂ€chstes fragt ihr euch, worauf ihr zuerst achten wollt: auf die Kameraeinstellungen, Schauspiel, Bewegung von Kamera und Schauspieler*innen, etc.? Einen Fokus zu setzen, erleichtert es, in einzelnen Aspekten tiefer zu gehen. Analysiert man etwa Bild und Tonebene getrennt, lĂ€sst sich die Gesamtwirkung danach differenzierter betrachten: Doppeln sich die Bedeutungsebenen oder erzeugen sie Mehrdeutigkeit?

Manchmal wissen wir aber auch nicht so schnell, wo wir anfangen sollen. In dem Fall lohnt sich eine kleine Recherche als Input – das Internet hat unendlich viele Analysevideos zu bieten von Kubrick Einsatz von Close-Ups bis zu Amirpours Bildsprache in A Girl Walks Home Alone At Night. Viele DVDs enthalten erklĂ€rende Audiokommentarspuren der Regie. Nun vielleicht schon eher inspiriert fĂŒr die eigene Analyse?

Wenn ihr beim erneuten Ansehen eurer gewĂ€hlten Szene z.B. merkt, dass Close-Ups hĂ€ufig vorkommen, fragt euch: Wie wĂŒrde die Szene wirken, wenn der/die Filmschaffende stattdessen Halbtotalen oder Totalen eingesetzt hĂ€tte? Inwiefern wĂ€re der Fokus der ErzĂ€hlung verschoben? Mit welcher Wirkung? Nahe Einstellungen heben z.B. emotionale Reaktionen der Figuren hervor, wĂ€hrend Totalen den inneren Zustand eines Charakters auf symbolischere Weise erzĂ€hlen können, etwa indem dieser verloren innerhalb eines ĂŒberwĂ€ltigenden Settings steht.

Vielleicht seid ihr aber auch mehr der/die learning by doing type? Sareesh Sudhakaran schlĂ€gt vor, sich Szenen, sofern das Herunterladen möglich ist, in einer Schnittsoftware zu importieren und hands-on eine verĂ€nderte Reihenfolge von Shots auszuprobieren – eine gute Möglichkeit, um die Wirkung der Montage zu testen. Genauso ließen sich die Tonspur verĂ€ndern, Helligkeit, Tempo und und und. Andere konzentrierte Analysetechniken sind z.B. das Abspielen in Zeitlupe, das Betrachten ohne Ton, das Hören ohne Bilder – wie viel verstehen wir von der Story, wenn Elemente fehlen? Lustiger und produktiver kann auch der gemeinsame Austausch ĂŒber eine Filmszene mit Freundinnen oder Kolleginnen sein. So kommt man außerdem oft auf neue Ideen.

WeiterfĂŒhrende Tipps:

Der Indiefilmtalk Filmbreak fĂŒr alle die gemeinsam Filmszenen analysieren wollen: Wenn du Lust hast dich mehr mit der Analyse zu beschĂ€ftigen und dabei mit Kollegen und Kolleginnen auszutauschen, schau doch auch gerne mal bei unserem monatlichen Filmbreak-Abenden vorbei

Tolle Scenebreakdowns findet man auch beim Youtube Channel von Studiobinder – LINK

Noch mehr zum Thema Filmanalyse gibt es hier

Beitrag
10. August 2020

DiversitĂ€t in Film und Medien 

Wie viele komplexe Protagonist*innen, die keine weißen, heterosexuellen, able-bodied, cis-MĂ€nner sind, fallen euch spontan ein? DiversitĂ€t im Film?

© Rachel Idzerda for Variety

Die westliche Filmproduktion und ihr Kanon großer Meister ist seit jeher auf weiße, mĂ€nnliche als vermögende konzipierte Helden fokussiert. People of Color, disabled persons, Frauen, Ă€ltere Personen machen noch immer einen weit geringeren Teil der reprĂ€sentierten Filmfiguren aus. Ein Inklusions- und DiversitĂ€tsbericht der University of Southern California enthĂŒllte 2018 anhand von 1100 Filmen deutliche Defizite, drastische Zahlen stellte auch die Writers Guild of America fest. In Deutschland zeigte z.B. – v.a. die Frage der Geschlechtergerechtigkeit betreffend die Malisa Stiftung große LĂŒcken auf (mehr dazu bei der Filmlöwin). Eine umfassendere Umfrage zu Vielfalt und Diskriminierung vor und hinter der Kamera im deutschsprachigen Raum – „Vielfalt im Film“ – ist zur Zeit im Gange. 

Vormachtstellung vs. DiversitĂ€t 

Medienangebote vernachlĂ€ssigen vielfach diversere Perspektiven und erklĂ€ren so die dominierende ErzĂ€hlweise als natĂŒrlich und gesellschaftlich reprĂ€sentativ. Davon abweichende Narrative und Figuren werden an den Rand gedrĂ€ngt, marginalisiert. Doch abgesehen davon, dass die gegenwĂ€rtige mediale ReprĂ€sentation nicht der real existierenden DiversitĂ€t entspricht, sollte gerade das Medium Film seinem Publikum auch mögliche Welten nĂ€her bringen, einen Bildungsauftrag erfĂŒllen – wie auch Sheri Hagen in unserer Episode zur DiversitĂ€t erklĂ€rt.

Zwar gibt es ansatzweise Regelungen, die eine VerĂ€nderung der gegenwĂ€rtigen ZustĂ€nde anstoßen sollen, doch stehen wir hier noch weit am Anfang. Bisher sind US-amerikanische Studios und Streaminganbieter sowie der BFIfederfĂŒhrend. Aktionen wie #oscarssowhite oder #whitewashedOUT kritisierten etwa die weiße Vormachtstellung der Academy – kein exklusiv US-amerikanisches PhĂ€nomen, im Gegenteil, denn die deutschsprachige Filmindustrie ist genauso wie andere Bereiche der Gesellschaft durchzogen von strukturellen Rassismen und anderen, sich teilweise ĂŒberschneidenden Diskriminierungsformen, die Teil des Systems sind (Stichwort IntersektionalitĂ€t).  

Whose gaze is it? 

Mit der Frage danach, wer eine Stimme und ein Gesicht erhĂ€lt, ist untrennbar die des Identifikationsangebots verbunden. Dass das Fehlen von ermĂ€chtigenden role models nicht zuletzt negativen Einfluss auf die Ausbildung des SelbtswertgefĂŒhls marginalisierter Menschen nehmen kann, ist fatal (Studie von Yang 2017).

Ausgehend von der Kritik feministischer Filmtheoretikerinnen am patriarchalen male gaze in den 1970er Jahren, bekam bald darauf auch die Thematisierung weiterer, mehrfacher Diskriminierungsformen Aufmerksamkeit. So beschrieb bell hooks 1984mit dem oppositional gaze die Position Schwarzer Zuseherinnen in einer weißen, patriarchalen Mehrheitsgesellschaft. Anne Kaplan kritisierte mit dem imperial gaze die Blickgewohnheitendes Hollywood-Kinos, das durch seinen werte-geladenen Blick den/die Betrachteten ethnischer Minderheiten degradiert.

Die Trope des „male negro“ lĂ€sst sich als ein Effekt solcher Verfahrensweisen entlarven. Die in den letzten Jahren hĂ€ufig verwendeten Begriffe female gaze, sowie der noch weniger bekannte queer gaze beschreibenErzĂ€hlweisen, die sich explizit gegen den heteronormativen male gaze richten. Das Potenzial einer Vielfalt an Perspektiven ist zweifelsohne da, die Frage ist aber: Welche GeschichtenerzĂ€hler*innen werden  letzten Endes gefördert – mit unseren Steuergeldern? Hier zeigt sich der deutschsprachige Raum noch viel zu einseitig.

© Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

„DiversitĂ€t ist keine Checkliste“

Studien und Forschungen, die Fakten und Zahlen ĂŒber die ReprĂ€sentationslage liefern, können dazu verhelfen, Richtlinien und Kriterien in Institutionen, Fördergebern und Gremien einzufordern. Nur Quoten allein lösen das Problem  aber nicht, denn „DiversitĂ€t sollte keine Checkliste sein“, kritisiert Jerry Kwarteng solche Strategien (nachzuhören in Teil zwei unserer Episode). Es kommt nicht nur darauf an, wie viele diverse Charaktere in einem Film durchs Bild laufen, sondern welche und wie viele davon auch Figurenentwicklungen durchmachen und wesentlich fĂŒr die ErzĂ€hlung sind – und zwar abseits von Narrativen, die Migration explizit thematisieren und so wieder Othering-Dynamiken festigen.

Doch der Besetzungspolitik wohnt in dieser Hinsicht meist noch ein Tunnelblick inne.  Jede*r Filmschaffende*r sollte sich ĂŒberlegen, ob er oder sie bei der Auswahl des Casts eine limitierende Brille (unconscious bias) trĂ€gt, die Merkmale, wie eine nicht-weiße Hautfarbe von vornherein ausschließt (Stichwort Typecasting). Auch als Publikum sollten wir unsere eigene Wahrnehmung schulen, unsere Bias reflektieren und Filme unterstĂŒtzen – sei es nur durch deren Rezeption – die sich von Diskriminierungsformen befreien. Denn: All Stories matter.

Indiefilmtalk – Epsioden zum Thema: 

WeiterfĂŒhrende Links:

Podcast
01:09 STUNDE
6. August 2020

Wenn Filme Systeme sprengen

Gesellschaftlich relevante Themen filmisch nach vorne bringen

Mit dem Kinostart von SYSTEMSPRENGER (R: Nora Fingerscheidt) ist der Name selbst – wenn auch ungern von pĂ€dagogischen FachkrĂ€ften genutzt und gehört – zur ausdrucksstarken Metapher eines bisher noch wenig beachteten Prozesses geworden. Bei der Bezeichnung – SYSTEMSPRENGER – geht es nicht um das Kind, sondern den Verlauf eines Falles bei dem Kinder und Jugendliche eine erfolglose Laufbahn im Hilfesystem erfahren.

©Port au Prince
© Yunus Roy Imer / Port au Prince Pictures

Die Protagonistin BENNI ist so ein Fall. Sie ist wild und unbĂ€ndig. Alles was sie will, ist die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Mutter. Der Film zeigt, was passiert, wenn das System „gesprengt“ wird, obwohl doch alle Beteiligten versuchen alles richtig zu machen.

In dieser Folge wollen wir uns mit zwei Themen beschĂ€ftigen: Zum einen mit der besonderen Herausforderung mit Kindern zu hoch emotionalen Themen vor der Kamera zu arbeiten. Zum anderen widmen wir uns der Herausforderung, wie die Macher*innen des Films ein gesellschaftliches Randthema oder gar Tabuthema produzieren konnten. Was gab es fĂŒr Resonanzen bei der Suche nach potenziellen Förderern? Was fĂŒr HĂŒrden und vielleicht sogar Ablehnungen? Und wie wird der Film nach der Kinoauswertung pĂ€dagogisch aufbereitet?

FĂŒr unser GesprĂ€ch sind die Ko-Produzentin Frauke KolbmĂŒller und der Kameramann Yunus Roy Imer zu Gast.

SYSTEMSPRENGER – LINK

Frauke KolbmĂŒller
Ko-Produzentin
Oma Inge Film – Produktionsfirma – LINK

Yunus Roy Imer
Kameramann
Webseite – LINK

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#43 | SpielfilmdebĂŒt: Und die Arbeit danach
#35 | Kurzfilme: FĂŒr Kids & Teens

Podcast
01:10 STUNDE
30. April 2020

Audiencedesign, Audiencebuilding und Crowdfunding in der Filmproduktion

– Ein GesprĂ€ch ĂŒber die Suche und das Finden der Zuschauer –

Die Zeiten haben sich verĂ€ndert
 War es vor 50 Jahren oft „einfacher“ mit einem Kinofilm aufzufallen, wird es heutzutage durch die Digitalisierung und der Flut an Medien immer schwieriger Menschen fĂŒr einen Film zu begeistern. TĂ€glich hört man News von neuen Serien, Filmen, BĂŒchern oder Computerspielen, die um die Aufmerksamkeit der Zuschauer buhlen. Welche Möglichkeiten hat man jetzt noch als Filmschaffender in dem Meer an Medien mit dem eigenen Film aufzufallen um sich so ein Gehör zu verschaffen?

Audiencedesign als Möglichkeit fĂŒr Filmschaffende?

„Kenne und verstehe dein Publikum!“ – Dieser Ausspruch könnte da immer wichtiger fĂŒr uns Filmschaffende werden, wenn wir Filme produzieren wollen, die im Nachhinein auch gesehen werden. So kann eine frĂŒhzeitige Strategie fĂŒr den Aufbau einer Zuschauerschaft helfen, dieses Ziel zu erreichen und das Filmprojekt in der Masse fĂŒr die Zielgruppe sichtbar zu machen.

So, if you ask us, why Audience Design? Because we cannot create films in a vacuum. Because we want films to be seen. Because we want filmmakers to be able to be filmmakers, and audiences to keep appreciating the art of film. – Zitat von Valeria Richter & Lena Thiele – Aus „Audience Design An Introduction“ 2018

Die Idee des Audiencedesigns in der Filmproduktion ist nicht neu. Bereits im Jahr 2011 bauten die TurinoFilmLabs einen eigenen Workshop um das Thema herum und unterstĂŒtzen Filmschaffende mit dem eigens dafĂŒr kreierten „Audience Design Fund“ bei der Entwicklung von Konzepten um die Zuschauer besser erreichen zu können.

In dieser Folge des Indiefilmtalk-Podcasts reden wir mit Paul Rieth darĂŒber, warum es immer wichtiger wird die Zielgruppe fĂŒr den eigenen Film zu kennen und wie uns das frĂŒhzeitige Audiencedesign und Audiencebuilding dabei unterstĂŒtzen kann. Wir schauen uns zusĂ€tzlich den Stand des deutschen Dokumentarfilms an und Paul gibt wertvolle Tipps und Ideen fĂŒr eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne.

Paul Rieth ist Filmproduzent und Berater fĂŒr Marketing, Crowdfunding und ein Audience-Stratege. Er hĂ€lt seit mehreren Jahren weltweit Workshops und VortrĂ€ge zu den Themen Audiencedesign, Audiencebuilding, Audiencedevelopment, Filmindustry Inovations und Marketing. ZusĂ€tzlich schrieb er „DOK & CROWD“, ein Buch ĂŒber das komplexe Fördersystem von Dokumentarfilmen und wie sich die Dokumentarfilmförderung durch die Digitalisierung verĂ€ndert hat.

Paul Rieth
Filmproduzent / Berater fĂŒr Marketing, Crowdfunding / Audience-Stratege
Webseite – LINK
Buch von Paul Rieth – DOK & CROWD
DOK & CROWD – LINK
Verlag – LINK

WeiterfĂŒhrende Links:

  • TorinoFilmLab und Audience Fund – LINK
  • Impact case studies und Impact Distribution – LINK

Mehr zum Thema Filmemachen in Corona Zeiten gibt es hier

Kommunale Kinos und der Umgang mit der Corona-Situation

Neben des Kreierens von Welten und Geschichten in Filmen wird das Kurratieren von den Filmen in den Kinos immer wichtiger. Das Kuratieren und die ZurverfĂŒgungstellung von Filmen gibt dem Zuschauer die Möglichkeit in fremde Welten einzutauchen und bis dato noch nicht gesehenes zu entdecken. Hier sind die Kommunalen Kinos mit ihren Programmen und Events die sie rund um einen Film, ein Genre oder einer ganzen Filmreihe bauen ganz vorn mit dabei, wenn es darum geht die Filmkunst zu zelebrieren und zugĂ€nglich zu machen. HierfĂŒr hat der Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. bei ihrem 1. Bundeskongress im Jahr 2005 ein QualitĂ€tslable fĂŒr das Kommunale Kino mit neun Punkten erstellt, welches zeigt, wie wichtig es ist Filme in dem gesamten Umfang einer breiten Maße zur VerfĂŒgung zu stellen (Quelle: Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V.):

  • Kinomachen ist eine Kunst
  • Avantgarde
  • GedĂ€chtnis des Films
  • Schule des Sehens
  • Kino, das verbindet
  • Kino fĂŒr alle
  • Kino mit Haltung
  • Kino mit Format
  • Kino mit Kompetenz und Leidenschaft

Die detaillierten Informationen zu dem „QualitĂ€tslable des Kommunale Kinos“ findet ihr hier.

„Die Frage ist letzten Endes, ob man ĂŒberhaupt fĂŒr kommende Generationen einen Begriff von Kinokultur aufrechterhalten will, der multikulturell, spezifisch und differenziert ist. Wenn man ein Kino will, das den Blick in die Welt und in die Geschichte offenhĂ€lt, braucht man mehr denn je die Kommunalen Kinos.“ Wim Wenders, Regisseur

©Foto von Nathan Engel von Pexels

In der heutigen Folge reden wir mit Kinomacherin Manja Malz vom Kino Metropolis und B-Movie aus Hamburg und Kinomacher und Vorstandsvorsitzender des Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Andreas Heidenreich ĂŒber den Umgang mit der aktuellen Corona-Situation bei den Kommunalen Kinos und darĂŒber wie man in dieser Zeit noch Kinomachen kann.

Manja Malz
Kinomacherin
Hamburg Metropolis Kino – LINK
B-Movie Kino – LINK
Eine Stadt sieht einen Film – LINK

Andreas Heidenreich
Kinomacher, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband der kommunalen Filmarbeit e. V.
Bundesverband der kommunalen Filmarbeit e. V. – LINK
Deutsches Filminstitut und Filmmuseum (DFF) – LINK

Manja Malz ist neben ihrer Arbeit im Hamburger Metropolis Kino fĂŒr die Programmgestaltung im B-Movie Kino zustĂ€ndig und rĂŒckt mit ihrem Filmevent „Eine Stadt sieht einen Film“ Filme wieder in den Fokus, die lange nicht mehr gesehen wurden oder nirgends zu finden sind.

Andreas Heidenreich ist Kinomacher und entwickelt neben seiner TĂ€tigkeit beim Deutschen Filminstitut und Filmmuseum (DFF) als Vorstandsvorsitzender des Bundesverband der kommunalen Filmarbeit e.V. das Programm fĂŒr die Caligari FilmbĂŒhne in Wiesbaden und das Kommunale Kino Weiterstadt.

Manja Malz empfiehlt: 

#filmtourismathome – LINK

Streamingtipp zu einer ausgewĂ€hltem Retrospektive vom Filmmuseum MĂŒnchen – LINK

Andreas Heidenreich empfiehlt: 

Buchempfehlung

Truffaut, Francois: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? Frankreich 1966.

Filmempfehlungen

Hitchcock, Alfred: Sabotage. 1936 – LINK

Al Mansour, Haifaa: Das MĂ€dchen im Wadja. 2012 – LINK

WeiterfĂŒhrende Links zu dieser Sonderfolge zum Thema Filmschaffen in Zeiten von Corona:

hilfdeinemkino – LINK

Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V. – LINK

Caligari FilmBĂŒhne – LINK

Digitale Ideenplattform von Kinos fĂŒr Kinos – LINK

Eine Stadt sieht einen Film – LINK

Exground Filmfest – LINK

Film Archiv Austria – LINK

Filmmuseum-MĂŒnchen ausgewĂ€hlte Retrospektive (Online-Angebot des BkF e.V.) – LINK

FORTZETZUNG FOLGT – LINK

goEast Filmfestival – LINK

Metropolis Hamburg – LINK

44. Open-Air Filmfest Weiterstadt – LINK

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#75 Corona-Spezial | Einmal Irak und zurĂŒck

Sliderfoto:
©Metropolis Kino Hamburg

Filmemachen zu Zeiten des Corona-Virus

Aktuell hĂ€lt die Welt den Atem an! Alles berichtet ĂŒber den Coronavirus, der wie ein Tornado ĂŒber den ganzen Globus fegt und uns in allen Lebensbereichen trifft. Der Virus hat auch in unserer Branche Halt gemacht. Filmproduktionen werden abgesagt, Kinos geschlossen, Förderungen gestoppt und viele von uns haben wirtschaftliche AusfĂ€lle, die uns in die Insolvenz treiben können.

Wie können wir in dieser Zeit kreativ bleiben und weiter machen?

Wir haben ĂŒberlegt wie und ob wir unseren regelmĂ€ĂŸigen Ablauf an die aktuelle Situation anpassen können und haben uns rasch dazu entschieden, doch verstĂ€rkt auf die aktuellen UmstĂ€nde einzugehen und die Situation ernst zu nehmen. Wir werden unseren zwei-wöchigen Rhythmus zwar beibehalten aber zusĂ€tzlich Di. und Fr. eine Sondersendung zu dem Thema herausbringen. In diesen Sondersendungen wollen wir ĂŒber Chancen sprechen, darĂŒber welche Lösungen andere Filmschaffende, Kinos oder Festivalmacher/innen entwickeln oder schon gefunden haben und wie wir die Situation gerade selbst wahrnehmen. Die Folgen werden einwenig kĂŒrzer rougher sein aber euch vielleicht mit ein paar Gedanken und Ideen beflĂŒgeln, um diese Zeit trotzdem kreativ zu ĂŒberstehen. Also bleibt in erster Linie gesund, in zweiter kreativ und hört gern in den Podcast rein! Falls ihr ThemenvorschlĂ€ge zu der Sonderreihe habt, fĂŒhlt euch frei, uns diese ĂŒber unsere E-Mailadresse comment@indiefilmtalk.de mitzuteilen. Wir wĂŒrden uns freuen, diese in den kommenden Folgen mit einzubauen. 🙂 Wenn ihr unser Format gut findet und ihr uns unterstĂŒtzen möchtet wĂŒrden wir uns ĂŒber eure UnterstĂŒtzung ĂŒber Steady oder Paypal unterstĂŒtzt, jeder Euro zĂ€hlt. Links die wir in dieser Folge erwĂ€hnt und besprochen haben: Umfrage zum Thema „Auswirkungen durch das Coronavirus auf die Kultur- und Kreativwirtschaft“ RBB machts… Berliner Morgenpost – Corona-Karte

Aktuelles zum Coronavirus bei Cinearte von CrewUnited

Liveticker zum Coronavirus Blickpunktfilm

Podcast
1:04 STUNDE
20. Februar 2020

One Shot – Plansequenz deluxe

„Victoria“, „Russian Arc“ und „LIMBO“ reihen sich in die Kategorie der One-Shot-Filme ein. Nicht nur, dass es keinen sichtbaren Schnitt gibt – es gibt gar keinen Schnitt. Diese Form des Filme Machens erfordert ein hohes Maß an Planung und Kooperation jedes einzelnen Teammitgliedes. Nichts kann wiederholt werden – alles wird auf eine Karte gesetzt. Welche Vor- und Nachteile gehen die Filmschaffenden dabei ein? Welche Wirkung erzielt diese Art des GeschichtenerzĂ€hlens?

Seit es die Möglichkeit gibt Filme zu drehen, gibt es auch jeher den Versuch technisch immer wieder neue Finessen herauszuarbeiten – auch der One-Shot und die Plansequenz gehören seit der ersten Stunde dazu. Schon im vordigitalen Zeitalter brillierte Alfred Hitchock mit seinem One-Shot-Film „Cocktail fĂŒr eine Leiche“ zumindest mit verdeckten Schnitten. 67 Jahre spĂ€ter beeindruckt der 136-minĂŒtige Film „Victoria“ von Sebastian Schipper das Publikum. Aus insgesamt drei Takes wird ein Take ausgewĂ€hlt und einmal mehr ist auch dem Laien klar: „Einen Film zu kreieren ist echte zĂ€he Teamarbeit.“

Regisseur Tim DĂŒnschede und Kameramann Holger Jungnickel geben uns einen kleinen Einblick in ihre Arbeit. Stoffentwicklung, Vorproduktion und insbesondere der Dreh sind bei diesem Projekt mit besonderen planungstechnischen Herausforderungen gespickt – die Beiden erzĂ€hlen uns von ihrer Erfahrung und lassen uns teilhaben an der Entstehung eines minutiös durchdachten DebĂŒtspielfilms. 

Eine weitere spannende Plansequenz findet ihr hier

In folgenden Kinos könnt ihr ab dem 20.02.2020 den Film LIMBO sehen:

Tim DĂŒnschede
Regisseur
Agentur – LINK

Holger Jungnickel
Kameramann
Webseite – LINK 

FĂŒr weitere Fragen, Anregungen und Feedback kontaktiert und unter comment@indiefilmtalk.de 

Podcast
1:39 STUNDEN
23. Dezember 2019

Das Jahr 2019 neigt sich langsam dem Ende zu, also dachten wir uns eine weitere „It’s a Wrap (Wrap-Up) Folge vom Indiefilmtalk- Podcast fĂŒr das Jahr 2019 zu machen. Passend zu den Feiertagen lassen unsere GĂ€ste Regisseur Daniel Chisholm, Regisseurin Emma Rosa Katharina Sauter und Regisseur Dieter Primig ganz entspannt bei einem TĂ€sschen GlĂŒhwein, Mandarinen und WeihnachtsgebĂ€ck das Jahr 2019 review passieren und gehen freudig auf das neue Jahr zu.

In unserer Runde reden wir ĂŒber das Kino 2019, das Abwandern der großen Filmemacher, wie Alfonso Cuaron oder Martin Scorcese zu Netflix und was das fĂŒr den Film im allgemeinen bedeuten könnte. ZusĂ€tzlich schauen wir uns in einem Spoilerfreien Talk „The Irish Man“ an und geben ein paar interessante Filmtipps fĂŒr die Feiertage.

Diese Folge ist die letzte regulĂ€re Folge in 2019. Wir bedanken uns herzlichst bei euch Zuhörern fĂŒr das Hören, Teilen, Abonnieren, Feedback Geben und Mitdiskutieren bei den Folgen. ZusĂ€tzlich bedanken wir uns bei allen GĂ€sten fĂŒr die GesprĂ€che, den Spaß und die Impulse die ihr uns gegeben habt. Wir wĂŒnschen euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bis Februar gehen wir in die Winterpause und kommen danach wieder mit neuen interessanten Formaten, Themen und GĂ€sten in 2020 wieder.

Links zu Themen die wir in der Folge besprochen haben

Martin Scorcese ĂŒber das Kino und Streamingdienste beim London Filmfestival:

Podcasts die ihr euch auch anhören könnt:

  • Der Shots Podcast von Detektor.FM, der bald in den Podcast CUTS ĂŒbergeht – Link
  • Chernobyl – Der Podcast zur gleichnamigen HBO Serie mit interessantem Hintergrundwissen zu der Produktion und den echten Begebenheiten, die es nicht in die Serie geschafft haben: Apple | Spotify

Film- und BuchvorschlĂ€ge von uns fĂŒr die Feiertage oder danach

FilmvorschlÀge Emma Rosa Katharina Sauter:

FilmvorschlÀge Daniel Chisholm:

FilmvorschlÀge Dieter Primig:

BuchvorschlÀge Susanne Braun:

FilmvorschlÀge Yugen Yah:

Daniel Chisholm
Regisseur
Webseite – LINK

Emma Rosa Katharina Sauter
Regisseurin
Webseite – LINK

Dieter Primig
Regisseur
Webseite – LINK

Podcast
01:10 STUNDE
25. September 2019

Die Filmproduktion und die Suche nach inspirierenden Stoffen

Wie wir alle wissen ist neben der kreativen Arbeit am Set die Arbeit in der Produktion eines der wichtigsten Aufgaben bei der Umsetzung eines Films. Hier werden die Weichen fĂŒr das Filmprojekt gestellt und die richtigen Leute, UnterstĂŒtzer und Förderer fĂŒr das Projekt gefunden. Diese Arbeit gibt dem Produzenten auf der einen Seite die Möglichkeit selbst sehr stark in den Entwicklungsprozess eines Films einzugreifen, ist aber auf der anderen Seite durch die vielen Aufgaben und Teilaufgaben in der Regel kein leichtes Unterfangen. Neben der Arbeit mit dem kreativen Department, der Arbeit an der Vor-Produktion schreibt man FörderantrĂ€ge, muss wĂŒnsche von Ko-Produzenten und Förderern mit beachten und die gesamte Filmproduktion budgetĂ€r am Laufen halten.

Success stems from the producer creating the optimal conditions for the filmmaker’s own creative process. Not from steering the filmmaker through a one-size-fits-all approach. – Jason Blum

Da die Produktion eines Films in der Regel eine sehr intensive Zeit fĂŒr einen Produzenten/in bedeutet und dieser Film wie beim Regisseur und Filmschaffenden fĂŒr die Reputation einer Produktion wichtig ist, ist die Auswahl des richtigen Stoffes und der „richtigen“ Person fĂŒr die Umsetzung besonders wichtig fĂŒr einen Produzenten.

In dieser Folge des Indiefilmtalkpodcasts beschĂ€ftigen wir uns mit der Filmproduktion von Debutfilmen. Wir reden mit Produzent Arto Sebastian von „Wood Water Films“ ĂŒber die Entscheidung mit seinen Kollegen, direkt nach dem Filmstudium eine eigene Produktionsfirma 2016 zu grĂŒnden und wie ihre Arbeit aussieht. ZusĂ€tzlich schauen wir uns an, wie wichtig Kontakte und die eigene Reputation fĂŒr die Förderung ist, was die Schwierigkeiten bei Auslandskoproduktionen sind und reden und reden darĂŒber, was ihn dazu bewegt mit einem/r Regisseuren/innen und Autoren/innen an einem Film zu arbeiten. https://www.youtube.com/embed/GIcmWKqJhII

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Arto Sebastian hat Regie an der Filmakademie Baden-WĂŒrttemberg in Ludwigsburg studiert und grĂŒndete mit seinen damaligen Kommilitonen Karoline Henkel und Jasper Philipp Mielke direkt nach dem Studium ihre Produktionsfirma Wood Water Films. Spezialisiert haben sie sich auf die Produktion von Debutfilmen. Seit der GrĂŒndung 2016 konnten sie bereits große Erfolge mit ihren Produktionen erzielen. Ihr aktuelles Filmprojekt „Sag du es mir“ gewann vor kurzem den Filmkunstpreis des „15. Festival des deutschen Films“ in Ludwigshafen und ist fĂŒr den „First Steps Award“ nominiert worden.

Arto Sebastian
Produzent
Wood Water Films – LINK
Facebook – LINK

WeiterfĂŒhrende Informationen:

Mehr Infos zum „Filmpreis fĂŒr internationale Zusammenarbeit“ der Robert Bosch Stiftung Link Link

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